Geflügelhof zwischen Wald und Wiesen

Ich, Bruno Unger, bin mit der Landwirtschaft fest verwurzelt; den Betrieb habe ich im Jahr 2004 auf Öko-Landbau umgestellt.
Unser Hof liegt am Ortsrand von Hohentengen, einer Gemeinde im baden-württembergischen Landkreis Sigmaringen. Die Gegend ist ruhig und idyllisch. Wer hinterm Haus die Straße weiterfährt, gelangt auf einen Schotterweg und könnte leicht denken, hier wäre die Welt zu Ende!
Wir lieben diesen Flecken Erde. Das Haus habe ich, Bruno Unger, von meinem Vater geerbt, er wiederum hat es vom Großvater. Gemeinsam mit meiner Mutter Ida Theresia führe ich unseren Öko-Bauernhof mit Geflügelhaltung. Als ökologisch wirtschaftender Betrieb achten wir auf artgerechte Tierhaltung und die umweltfreundliche Bewirtschaftung unseres Hofes.
Von der Kuh zu Gans und Hähnchen

Was zunächst mit der Gänsemast begann, hat sich mittlerweile auf die Haltung von Hähnchen und Enten ausgeweitet.
Als ich 2004 den Hof übernommen habe, war es noch ein Milchviehbetrieb, der im Nebenerwerb geführt wurde. Auch heute noch ist es ein Nebenerwerbsbetrieb, doch habe ich ihn nicht nur auf Geflügelhaltung, sondern ebenso auf ökologische Landwirtschaft umgestellt.
Seit 2003 gab es schon Gänse am Hof. Das hat sich als wirtschaftlich so rentabel erwiesen, dass ich über die Haltung von weiterem Geflügel nachgedacht habe. Im Folgejahr stoppte ich die Viehhaltung und habe den Betrieb komplett umgestellt. Zu den 500 Gänsen kamen ab 2004 noch 1.700 Masthähnchen, für deren Haltung ich extra den Viehstall umgebaut habe. 2005 kümmerte ich mich um einen Stallneubau, so dass ich zusätzlich 2.800 Hähnchen aufziehen konnte. Seit jenem Jahr haben wir auch stets um die 900 Enten am Hof.

Feste Abnahmepartner geben Planungssicherheit.
Von Beginn an, seit 2004, liefere ich die Komplettzahl der Tiere an das Unternehmen Feneberg. Diese Zusammenarbeit passt einfach gut: So kann ich nicht nur meinen Wunsch nach artgemäßer Tierhaltung erfüllen und nach hoher Fleischqualität streben, sondern habe zugleich einen Abnahmepartner, der die Beständigkeit und Wirtschaftlichkeit meines Unternehmens garantiert.
Wie wir mit Land und Tier umgehen

Ein Teich muss sein: Enten und Gänse sind Wassergeflügel.
Insgesamt bewirtschafte ich 16 Hektar Land: acht als Grünland, acht als Ackerland. Die Flächen werden weder mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln noch mit künstlichem Dünger behandelt. Hier baue ich Weizen, Gerste, Hafer und Mais an, was die Enten und Gänse später als Futter erhalten. Für die Hähnchen kaufe ich spezielles Mastfutter, ausschließlich aus Öko-Betrieben.
Die Tiere haben viel Platz und Ruhe. Die Hähnchen leben überwiegend in einem Mobilstall mit Wintergarten, wo sie auch bei Regen oder Schnee an die frische Luft können. Außerdem gibt es Sitzstangen, die sie gerne nutzen. Die Gänse und Enten können ebenso jederzeit ins Freie und sie lieben es, in ihrem kleinen Teich das Wasser zu genießen. Solange die Tiere noch Küken sind, erfahren sie natürlich eine besondere Behandlung und kommen in einem gut gewärmten Stall unter.
Garantiert ökologisch erzeugte Produkte
Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BW-005-03597-A geführt wird.
Weitere Informationen:
Wo knorrige Pappeln die Enten beschützen

Zu unserem Hof gehört auch ein uriger Bauerngarten.
Unser Hof ist nach wie vor ein Nebenerwerbsbetrieb. Das bedeutet zwar, dass meine Arbeitstage meistens von sieben bis 22 Uhr andauern. Doch die Arbeit als Landwirt macht mir Spaß, weil ich von klein auf hineingewachsen bin. Von insgesamt sieben Geschwistern bin ich als Einziger am Hof geblieben und führe nicht ohne Stolz das Erbe meiner Eltern weiter.
Im Hauptberuf arbeite ich als Maschinist in einem Betonwerk. Die Erfahrung, die ich hier am Hof brauche, sammle ich im Alltag oder im Austausch mit Bekannten. Viele Tipps erhalte ich auch vom Geflügelgesundheitsdienst und aus den Fachzeitschriften der Verbände.
Zeit für Hobbys bleibt nicht viel, aber ich habe einige Hecken angelegt. Hier wachsen Hagebutten, Wacholder und Eichen. Sie bieten manch seltenem Tier einen Unterschlupf. Meine Mutter betreut einen Hausgarten, einen klassischen Bauerngarten mit viel Obst und Gemüse. Unser Hofhund, ein paar Katzen und einige knorrige Pappeln runden das Bild von unserem Anwesen ab. Ihre alten, verwachsenen Ästen bieten den Enten oft Schutz vor Raubvögeln – auch wenn das nicht immer klappt und hin und wieder ein Tier "entführt" wird.




