Naturland Hof Peter



Natürlicher Kreislauf

Bio mit Gesicht trägt dazu bei, dass die Lebensmittel, die ich als Bauer erzeuge, ein Gesicht bekommen. Das finde ich gut.
Betriebsleiter in Kuhstall

Meine Frau Erika und ich, Wolfgang Peter, wirtschaften ökologisch, weil es Spaß macht. Mit unseren drei Kindern leben wir im fränkischen "Apothekergärtlein" Schwebheim, einem traditionellen Kräuteranbaugebiet. Zwischen Würzburg und Bamberg liegt der Hof direkt im Schweinfurter Becken. Die unterschiedlichen Böden reichen von reinen Sand über fruchtbaren Sandlöß bis zu Niedermoorböden. Mit der ökologischen Bewirtschaftung erhalten und fördern wir die natürliche Bodenfruchtbarkeit. Der Mist von unseren Kühen kommt als Dünger auf den Acker und führt dem Boden verloren gegangene Nährstoffe wieder zu. So entsteht ein geschlossener Kreislauf, der die Natur schützt.

Wir halten 15 Milchkühe der Rasse Fleckvieh und Frankenvieh. Einen Teil der Jungtiere mästen wir. Weitere Betriebszweige sind Kräuter und Ackerbau, außerdem haben wir rund 40 Hühner.

Ochsen und Jungtiere halten wir auf der Weide, im Winter in eingestreuten Ställen mit überdachten Auslaufflächen. In der Herde läuft ein Zuchtbulle mit.
Jungbulle leckt an Hand
Bereits 1990 haben wir den Hof auf ökologischen Landbau umgestellt. Mit langjähriger Erfahrung bilden wir Lehrlinge und Praktikanten aus.
Betriebsleiterehepaar mit zwei jungen Frauen
Bei der Kräuterernte hilft die ganze Familie. Unser Sohn (3. v. rechts) macht seine Ausbildung auf anderen Biobetrieben.
Junge Helfer mit Betriebsleiter bei Kräuterernte

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Den Boden bewahren: geben und nehmen

Über das Futter nehmen die Tiere in den Pflanzenteilen gespeicherten Stickstoff auf. Mit dem nährstoffreichen Dung der Tiere düngen wir die Felder.
Kuhstall

Beim Frankenvieh und ebenso bei dem eingekreuzten Fleckvieh handelt es sich um ein Zweinutzungsrind. Bei der Milchleistung gehen wir einen Kompromiss ein, denn sie ist nicht besonders hoch. Dafür ist die Milchqualität sehr gut, und das Fleisch unserer Masttiere zeichnet sich durch seine hervorragende Qualität aus. Die Kühe leben länger als herkömmliche Rassen und gebären gesunde, starke Kälbchen. Das Frankenvieh ist die in unserer Region ursprünglich gehaltene Rasse. Wir erhalten so die Vielfalt an Rassen in der Nutztierhaltung.

Neben der Tierhaltung dient auch der Anbau von Hülsenfrüchten als Nährstoffquelle für unsere Böden. Stickstoff ist der Hauptnährstoff für das Pflanzenwachstum. Mit Hülsenfrüchten wie Klee oder Luzerne in Symbiose lebende Bakterien binden Luftstickstoff. Bei uns spielt daher Luzernegras eine wichtige Rolle, das dem nachfolgend angebauten Getreide einen nährstoffreichen Boden hinterlässt. Getreide benötigt viele Nährstoffe. Wir bauen es auf rund 50 Hektar Ackerland an. Auf fünf Hektar stehen außerdem Sonderkulturen wie Pfefferminze und Schnittlauch.

Die organische Düngung und der vielseitige Wechsel der angebauten Kulturen erhalten und fördern die Bodenfruchtbarkeit. Das Luzernegras wurzelt tief; dadurch wird der Boden gelockert und seine Wasserleitfähigkeit positiv beeinflusst. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel fördert zudem ein aktives Bodenleben: Auch Regenwürmer lockern den Boden und liefern ihm wertvollen Humus. Nicht zuletzt weil die Region Schwebheim zu den trockensten Gebieten Bayerns zählt, ist hier die ökologische Bewirtschaftung besonders sinnvoll.

Pfefferminze ernten wir schonend mithilfe eines umgebauten Mähdreschers. Ebenso wie für Heizung und Warmwasser nutzen wir für die Kräutertrocknung nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energie.
Pfefferminzernte mit Ladewagen
Hier blüht Schnittlauch, aus denen wir Samen für Topfkräuter gewinnen. In einer Maschinengemeinschaft und bei der fachlichen Beratung arbeiten wir intensiv mit Kollegen aus dem Naturland Verband zusammen.
Blühendes Schnittlauchfeld
Luzerne und Klee gewährleisten eine Grundversorgung des Bodens mit Stickstoff, denn Hülsenfrüchte binden Stickstoff aus der Luft.
Wurzelballen von Luzernegras

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Gemeinsam die Zukunft gestalten

Wie hier am Schnittlauchtag lockt die vielseitige Bewirtschaftung zahlreiche Besucher auf den Hof. Wer selber ernten möchte, kann bei uns von Mai bis Oktober einen Saisongarten mit vielen verschiedenen Gemüsesorten pachten.
Besuchergruppe zwischen Ackerreihen

Die Entscheidung, den Hof ökologisch zu bewirtschaften, setzten wir schon 1990 in die Tat um. Erika und ich wollen in dem uns möglichen kleinen Rahmen zur Erhaltung der Schöpfung beitragen. Durch langjährige Erfahrung im Kräuteranbau sind wir Handarbeit gewohnt und wissen, wie Schädlinge auf natürliche Weise begrenzt werden.

Eine wichtige Funktion haben dabei unsere zwölf Hektar Wiesen. Sie wurden im Rahmen einer ökologischen Flurbereinigung teilweise neu angelegt. Hecken und Feldgehölze locken natürliche Gegenspieler von Schädlingen an. Sie bieten Vögeln und anderen Kleintieren, die sich dorthin zurückziehen, einen Lebensraum. Zugleich dient die extensive Grünlandwirtschaft der Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten. Sie ermöglicht beispielsweise Wiesenbrütern wie dem Kiebitz den Nestbau. Um Jungvögel und auch viele seltene Pflanzenarten zu schützen, ernten wir das Heu auf diesen Wiesen spät oder abschnittweise.

Ein im ökologischen Sinne optimaler Flächenertrag toleriert Schädlinge, Krankheiten und Beikrautbefall, solange sie nicht dominieren. Wer dies selbst ausprobieren will, kann bei uns einen Pachtvertrag über einen Saisongarten eingehen. Die Parzellen werden von uns eingesät und bepflanzt, sodass sie von den Kunden selbst gepflegt und beerntet werden können.

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Garantiert ökologisch erzeugte Produkte

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer DE-BY-005-07008-ABD geführt wird.

Außerdem erfüllen wir im Kräuteranbau die Anforderungen des National Organic Program (NOP), das den nationalen Öko-Standard der USA verbindlich regelt.

Weitere Informationen:

Wir sind dabei:
Selbst gärtnern und ernten im tegut... Saisongarten
Weitere Informationen:
tegut... Saisongarten

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