Warum wir ökologisch arbeiten

Unsere Kartoffeln "mit Gesicht" wachsen in den lössreichen Böden Südhessens.
Unser Hof liegt in Schöneck-Kilianstädten im südhessischen Main-Kinzig-Kreis. Die Landschaft ist geprägt von Hügeln entlang des Höhenzuges der „Hohen Straße“. Hier, auf guten lösshaltigen Böden, finden unsere Erzeugnisse, darunter Kartoffeln "mit Gesicht", Möhren und Zwiebeln, beste Bedingungen für eine hohe Produktqualität vor.
Seit 1999 bewirtschaften wir unseren viehlosen Betrieb nach ökologischen Prinzipien. Zugunsten der eigenen Gesundheit ebenso wie aus gesellschaftlicher Verantwortung gegenüber unserer Umwelt habe ich mich damals entschlossen, den Hof auf Öko-Landbau umzustellen und dem Naturland Verband beizutreten.
Mit der Umstellung auf Öko-Landbau hat sich unser Hof positiv entwickelt, und wir konnten dadurch die Existenz des Betriebes sichern.
Besondere Anbauverfahren

Gute Qualitäten lassen sich mit den Anbauverfahren „Weite Reihe“ erzielen.
Wir bauen außerdem Winterraps, Back- und Futtergetreide sowie Körnererbsen an. Beim Getreide hat sich das Anbaufverfahren „Weite Reihe“ bewährt: Die Aussaat erfolgt in besonders weiten Reihenabständen. Dies ermöglicht ein maschinelles Hacken zwischen den Reihen zur Beikrautregulierung und Stickstoffmineralisierung des Bodens.
Außerdem lässt sich so ein spezielles Mulchgerät in der Reihe einsetzen. Desweiteren erhalten Stickstoff sammelnde Untersaaten, die zwischen die Kulturpflanzen gesät werden (zum Beispiel Klee), bessere Entwicklungsmöglichkeiten. Dieser positive Effekt auf den im Boden verfügbaren Stickstoff ist insbesondere für unseren viehlos geführten Betrieb wichtig, da bei uns kein hofeigener Mist als Dünger zur Verfügung steht.
Unsere Möhren bauen wir auf Dämmen an – das erleichtert die Beikrautregulierung und verbessert die gewünschten Marktqualitäten.
Guter Boden ist Grundlage für eine gute Ernte
Im Öko-Landbau sind die Fruchtfolge und der Anbau von Zwischenfrüchten übliche Methoden, um die Qualität der Böden zu verbessern. Auf der gleichen Fläche werden in wechselnder Reihenfolge verschiedene Kulturen angebaut. Dadurch wird die Bodenfruchtbarkeit verbessert, auch Krankheiten und Schädlinge haben weniger Chancen, sich zu verbreiten. Den Bienen aus der näheren Umgebung dienen die Flächen außerdem als so genannte Bienenweide.
Zusammenarbeit mit Berufskollegen

Unter Kollegen wird mitunter rege diskutiert.
Unser Betrieb ist einem Netzwerk von Naturland Betrieben in der Region angeschlossen. Wir pflegen untereinander eine enge Zusammenarbeit. So kann beispielsweise die gemeinsame Anschaffung von Maschinen und deren Einsatz auf den beteiligten Höfen die Kosten senken und viele Arbeitsabläufe wirtschaftlicher gestalten.
Eine Kooperation praktizieren wir auch bei der Lagerhaltung: Unser Getreide wird auf dem benachbarten Oberhof eingelagert; im Gegenzug lagern die Kartoffeln vom Oberhof in unserem Kartoffellager, das wir auch anderen ökologisch wirtschaftenden Betrieben im Lohn anbieten. Seit 2001 lagern wir die Kartoffeln in einer außerhalb errichteten Halle, da die beengte Hoflage im Ort eine landwirtschaftliche Entwicklung am ursprünglichen Standort nicht zugelassen hat.
Mit einem Naturland Berufskollegen teile ich mir den Maschinen- und Arbeitseinsatz. So haben wir es gemeinsam geschafft, dass ein weiterer Naturland Betrieb komplett mitbewirtschaftet werden kann - vom Anbau über die Lagerung bis hin zur Vermarktung.

Moderner Öko-Landbau verträgt sich gut mit der ackerbaulichen Erfahrung meiner Eltern.

Die Mechanisierung einzelner Betriebsabläufe trägt zu einem hohen Qualitätsstandard bei.

Unsere Produkte sind kontrolliert, zertifiziert und garantiert "bio"
Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-HE-005-2075-ABD geführt wird.
Außerdem sind wir nach dem Qualitätssicherungsstandard GLOBALGAP (ehemals EurepGAP) zertifiziert, der insbesondere die Punkte Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz berücksichtigt.










