Naturland Hof Hafner



Milch "mit Gesicht" in wunderschöner Aussicht

Wohnhaus
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Der Hafnerhof liegt am Rande des Hochgern (1744 Meter) auf 560 Meter Höhe.

Auf dem Hafnerhof leben meine Frau Angela und ich, Lorenz Aschl, meine Tochter Martina und ihr Mann Stefan Plenk und deren Kinder. Mein Schwiegersohn hat den Betrieb gepachtet und wird den Hof übernehmen. Der Hof mit aktuell 32 Hektar Nutzfläche ist ein reiner Grünlandbetrieb; drei Hektar, etwa die Fläche von sechs Fußballfeldern, sind Streuwiesen in dem Naturschutzgebiet "Bergener Moos".

Streuwiesen sind Feuchtwiesen, die nicht der Futtergewinnung dienen. Die Mahd (Schnitt) erfolgt nur einmal jährlich, im Herbst, und wird als Einstreu für unseren Kuhstall verwendet wie andernorts - in getreidereicheren Regionen - das Stroh. Die Wiesen werden nicht gedüngt; sie gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas.

Die Milch unserer Kühe vermarkten wir "mit Gesicht". Wir halten eine Milchkuhherde der Rasse Fleckvieh mit derzeit 35 Kühen und Nachzucht. Der Betrieb liegt in einem Weiler; das ist in unserer Gegend die Bezeichnung für eine kleine Siedlung mit weniger als zehn Gebäuden. Die Gemeinde Staudach-Egerndach gehört zum oberbairischen Landkreis Traunstein und liegt im Chiemgau, im Achental südlich des Chiemsees.

Durch Kuhprämierungen und Zuchtstierverkauf hat der Hafnerhof über die Grenzen Bayerns hinaus einen recht hohen Bekanntheitsgrad erlangt.

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Tierhaltung und Tiergesundheit gehen miteinander einher

Kühe im Stall
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Für die Tiergesundheit spielt die Haltung eine maßgebliche Rolle.

Bei einer - oft durchgehend - geschlossenen Schneedecke von Dezember bis März und einem vergleichsweise hohen Jahresniederschlag von 1500 Millimetern bietet sich auf Grund der dadurch ungünstigen Boden- und Ernteverhältnisse eine extensive Landbewirtschaftung an. Zu unserem Betrieb gehören einige hangige schattige Flächen und etwa die Hälfte der Betriebsflächen sind relativ feucht.

Rund sieben Hektar Weideland stehen unserer Kuhherde in direkter Hofanbindung und weitere drei Hektar Bergweiden am Waldrand zur Verfügung. Je nach Witterung halten wir die Tiere im Laufstall und einem Außenklimastall oder auf der Weide. Bereits vor der Umstellung auf ökologischen Landbau haben wir 1993 den alten Kuhstall modernisiert - denn zu überdurchschnittlichen Leistungen, die wir im Hinblick auf die Milchmenge pro Kuh haben, gehört eine entsprechende Tierhaltung.  Die Kälber halten wir auch in "Kälberiglus", mit Stroh eingestreute Schutzhütten. Sie stehen im Freien, da frische Luft die Gesundheit der Kälber fördert.

Unsere Jungtiere verbringen bis zur Kalbung zwei Sommer auf der Hefteralm, einer Gemeinschaftsalm des Kaltblutzuchtverbandes, dem wir angehören. Fleckvieh ist robust und eine der wichtigsten Rinderrassen in Deutschland. Die Zuchttiere werden nach ihrer Milchleistung und dem qualitativ hochwertigen Fleischansatz ausgewählt.

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Bio-Landwirt aus Überzeugung - und Neugier

Unser Hof ist seit Juni 2000 auf ökologischen Landbau umgestellt. Wir wirtschaften seither nach den Richtlinien des Naturland Verbandes. Ich war neugierig damals, ob die hohe Milchleistung und der sehr gute Qualitätsstandard unserer Milch (Fettgehalt, Keimzahl) auch bei ökologischer Wirtschaftsweise zu halten sind und habe mich dieser persönlichen Herausforderung gestellt. Und tatsächlich hatten wir zwischenzeitlich sogar Leistungssteigerungen, liegen heute aber wieder auf dem Niveau, das wir vor der Umstellung hatten. Auch die Fleischqualität unserer Schlachttiere liegt auf höchstem Niveau.

Außerdem passte unsere ganze Einstellung bezüglich der eigenen Ernährung und Lebensweise zur ökologischen Arbeitsweise, die einhergeht mit dem Respekt und der Achtung vor der Natur und ihren Gegebenheiten. Letztlich ausschlaggebend war dann konkret die BSE-Krise.

Von Beginn an hatten wir glücklicherweise die Möglichkeit, unsere Milch an die Milchwerke Berchtesgadener Land zu liefern. Die guten Vermarktungsaktivitäten von Naturland gewährleisten, dass ökologisch erzeugte Milch separat abgefüllt und als Bio-Milch vermarktet wird. In anderen Gegenden, wo die Molkereien überwiegend konventionell erzeugte Milch verarbeiten, wird nicht selten dem Öko-Betrieb nur der konventionelle Milchpreis ausbezahlt.

Stallgebäude
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Das alte Stallgebäude wurde bereits 1993 in einen Laufstall mit Anbau erweitert.
3 Kälber vor Stall
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Weideabtrieb; aus Überzeugung habe ich 2000 auf Öko-Landbau umgestellt.
Kälbertränke
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Die artgerechte Haltung und gute Zuchterfolge sind die Grundlage einer hohen Milchqualität.

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Perspektiven

In unmittelbarer Nähe zum alten Hof entsteht der neue Kuhstall für zukünftig 40 Milchkühe. In den letzten Jahren sind durch kleine, aber kontinuierliche Wachstumsschritte die Stallkapazitäten auf unserem Betrieb immer knapper geworden. 2007 haben mein Schwiegersohn und ich uns daher nach langen Überlegungen für den Neubau eines frei stehenden modernen Außenklimastalls entschieden.  Diese Stallform mit eingestreuten Liegeboxen, Laufstallbereich und Freigelände fördert durch eine gute Stallhygiene, viel Tageslicht und kontinuierliche Frischluft die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere.

Durch den Stallneubau optimieren wir die Haltungsbedingungen unserer Tiere und ermöglichen eine betriebliche Vergrößerung, die notwendig ist, um den Betrieb auch zukünftig im Haupterwerb bewirtschaften zu können und der nachfolgenden Generation eine Perspektive zu geben. Mein Schwiegersohn Stefan hat sich zum Ziel gesetzt, die hervorragende Zuchtarbeit mit meiner Hilfe fortzuführen. Der Stallbau schafft hierfür die Rahmenbedingungen.

Meine Frau Angela derweil widmet sich mehr und mehr unseren Urlaubsgästen; einer Aufgabe, die ihr viel Freude bereitet. Schon seit langem ergänzen wir uns außerdem in der homöopathischen Behandlung unserer Tiere, mit der wir äußerst erfolgreich sind.

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Kontrolle schafft Transparenz und Sicherheit

Melkstand
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Im Melkstand wird die Milch regelmäßig auf Qualitäts- und Hygieneparameter geprüft.

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof regelmäßig auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt die Kontrollstelle IMO (Institut für Marktökologie) durch, bei der wir unter der Kontrollnummer D-BY-M-005-02873-A geführt werden.

Die Kontrolle der Milch erfolgt direkt im Melkstand. Der staatliche Kontrolleur nimmt von jeder Kuh Milchproben, die unter anderem auf ihren Fettgehalt und die Keimzahl untersucht werden.  Die Milchkontrolle wird in der Regel nicht angekündigt und erfolgt in unregelmäßigen Abständen.

Weitere Informationen:

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