Beim Baumgartner



Wunderschön gelegen: Traditionsreicher Familienbetrieb

Haus und Pferde
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Auf unserem Grünlandbetrieb erzeugen wir Milch "mit Gesicht" und halten Pferde.

Die Gemeinde Übersee gehört zum oberbairischen Landkreis Traunstein. Im Achental am südlichen Ufer des Chiemsees bewirtschaften meine Frau Birgit und ich, Stefan Gnadl, einen Grünlandbetrieb mit Milchviehhaltung. Unsere Milch vermarkten wir "mit Gesicht".

Der Hof befindet sich seit vielen Generationen im Familienbesitz der Gnadls und soll von unserem Sohn Xaver weitergeführt werden, der schon kräftig mithilft. Unsere Anna hat bisher weniger Interesse an der Landwirtschaft. Meine Frau ist Tierheilpraktikerin mit eigener Praxis. Auf dem Hof leben außerdem meine Eltern Maria und Franz Gnadl; er ist von zahlreichen alten Laubbäumen umgeben, die dem Hof seinen Namen - "Baumgartner" - gegeben haben. In unmittelbarer Nähe des Hofes unterhalten wir einen Obstgarten mit vielen alten Streuobstarten.

Aufgrund der Höhenlage unseres Betriebes von 520 Metern über dem Meeresspiegel liegt bei uns über drei Monate im Jahr Schnee - von Anfang Dezember bis etwa Mitte März. Durch die Nähe zum Chiemsee gibt es allerdings keine allzu hohen Schneelagen.

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Extensive Rinderhaltung sorgt für hohe Milchqualität

Kühe auf Feldweg
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Zum Melken hole ich die Herde mit dem Fahrrad von den hofnahen Weiden ab.

Wir halten derzeit 30 Kühe mit Nachzucht, insgesamt zwischen 50 und 60 Rinder. Durch die gute Gesundheit unserer Tiere und eine wertvolle Futtergrundlage erreichen wir eine sehr hohe Milchqualität bei extensiver Tierhaltung. Der für das Achental charakteristische Fön ist verantwortlich für eine besondere klimatische Situation: Die warmen trockenen Winde führen schnell zu Trockenheit im Oberboden; im Sommer führt die Staulage zwischen dem Chiemsee und den nahen Bergen zu heftigen Gewittern.

Der Hof und ein Großteil der arrondierten Flächen liegen im sanftwelligen Gelände des ehemaligen Flussbettes der Alten Ache. Den Boden prägt daher eine bis zu zehn Meter hohe Kiesschicht mit einer nur geringen Humusauflage. Die geringe Bodengüte macht eine extensive Bewirtschaftung unserer Flächen sinnvoll.

Zum Betrieb gehören 33 Hektar Grünland; außerdem eine eineinhalb Hektar große Streuwiese im Chiemseemoosgebiet, deren Pflege und Erhaltung eine besondere Bedeutung für den Naturschutz zukommt. Streuwiesen sind Feuchtwiesen, deren Mahd (Schnitt) nur einmal jährlich im Herbst erfolgt. Die Ernte wird als Einstreu für den Kuhstall verwendet wie andernorts - in getreidereicheren Regionen - das Stroh. Streuwiesen dürfen auch nicht organisch gedüngt werden. Sie gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas.

 

Fütterung der Kühe
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Nach dem Melken füttern wir die Kühe im großzügig angelegten Boxenlaufstall.
Pferde auf Weide
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Auch die Pferde genießen den Weidegang vor dem Hintergrund des Hochgern.
Bienenhaus
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Unser historisches Bienenhaus ist leider unbewohnt.

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Die Zukunft der Landwirtschaft ist ökologisch

Ich bin Sprecher des Naturland Stammtisches der Chiemgauer Naturland Betriebe. Die Umstellung unseres Betriebes auf ökologischen Landbau erfolgte bereits 1998 und in erster Linie aus Überzeugung. Nach wie vor sehe ich in der ökologischen Wirtschaftsweise die Landwirtschaft der Zukunft, und insbesondere in unserer Gegend erinnert die Schönheit der Natur an einen verantwortungsbewussten Umgang mit Flora und Fauna.

Eine artgerechte Haltung von Tieren wie sie unter anderem in den Naturland Richtlinien festgeschrieben ist, sollte meines Erachtens dafür die Grundlage - und vom Anspruch her selbstverständlich - sein. Die Erfassungsmöglichkeit unserer Milch über die Molkerei in Piding als Bio-Milch spielte bei meiner Entscheidung, unseren Hof umzustellen, eine wirtschaftlich bedeutende Rolle.

Garantiert ökologisch erzeugte Produkte

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof regelmäßig auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der wir unter der Kontrollnummer D-BY-003-09623-A geführt werden.

Weitere Informationen:

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Homöopathie und Tiergesundheit

Kühe im Melkstand
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Hygiene im Melkstand ist ein wichtiger Faktor, der zur Tiergesundheit beiträgt.

Wir halten unsere Tiere in einem zum Laufstall umgebauten Altgebäude, das wir zusätzlich mit einem Anbau versehen haben. Viel Bewegungsfreiheit, eingestreute Liegeboxen und ein gutes Stallklima sorgen für eine hohe Tiergesundheit. Alle Tiere lassen wir im Sommer - bzw. sobald es die Witterung zulässt  - ganztägig auf die Weide.

Unser Futterzukauf beschränkt sich auf geringe Mengen Kraftfutter (Getreide, Leguminosen) für die Kühe während der ersten hundert Laktationstage - also mit dem Beginn der Milchausschüttung nach der Geburt eines Kalbes. Die Milchmenge, die eine Kuh täglich gibt, folgt einer Laktationskurve: Sie steigt anfangs stark an, beschreibt einen Höhepunkt und fällt dann langsam ab.

Dank der herausragenden Homöopathie-Kenntnisse meiner Frau ist unser Betrieb antibiotika- und jodfrei. Die Behandlung kranker Tiere erfolgt auf unserem Hof rein homöopathisch. Meine Frau betreibt seit über zehn Jahren als ausgebildete Tierheilpraktikerin eine eigene Praxis. Sie ist Vorstand im Landesverband der Tierheilpraktiker Bayern und Mitglied des Deutschen Prüfungsausschusses für Tierheilpraktiker. Mit großem Erfolg therapiert sie Großtiere, vor allem Rinder und Pferde. Als Buchautorin hält sie landesweit Seminare und Fortbildungen in Zusammenarbeit mit Öko-Anbauverbäden und den Landwirtschaftsämtern.

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