Familienbetrieb im Wallfahrtsort

Unsere Schafe weiden vor allem im Naturschutzgebiet Senne.
Unser Familienbetrieb liegt in Salzkotten-Verne im Kreis Paderborn (Ostwestfalen). Verne ist bekannt als Wallfahrtsort, in dem seit dem Mittelalter die Marienverehrung gepflegt wird.
Unsere Region ist durch ihre geografischen Gegebenheiten klimatisch begünstigt: Im Osten liegt der Teutoburger Wald, daran anschließend das Eggegebirge, nördlich die Beckumer Berge, süd-westlich der Höhenzug Haar. Von oben gesehen ähnelt das Gebiet einer großen ovalen Schüssel; es gehört zu den wärmsten Gegenden Ostwestfalens und ist äußerst niederschlagsreich.
Unser Betrieb ist auf die Schafzucht spezialisiert. Wir halten außerdem Schweine, Kühe, Enten sowie Gänse und betreiben einen vielfältigen Acker- und Gemüsebau. Unter anderem bauen wir Kartoffeln „mit Gesicht“ an.
Ökologischer Landbau geht mit aktivem Naturschutz einher
Wir haben unseren Betrieb bereits 1988 auf die ökologische Wirtschaftsweise umgestellt. Gesundheitliche Gründe standen dabei im Vordergrund. Der Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel hatte bei uns zu Problemen wie Reizungen der Haut und der inneren Organe geführt. Außerdem ist uns die artgemäße Haltung unserer Tiere ein wichtiges Anliegen.
Da unserer Ansicht nach ökologisches und soziales Engagement zusammen gehören, arbeiten wir nicht mit saisonalen Hilfskräften. Vielmehr beschäftigen wir sechs fest angestellte Mitarbeiter; einer von ihnen ist schwerbehindert. In unserem Alltag miteinander sind uns Anerkennung und gegenseitiger Respekt wichtig.
Mit dem Naturschutzgebiet „Senne“ bewirtschaften wir eine Fläche von rund 1.000 Hektar nach den Naturland Richtlinien sowie unter Berücksichtigung von Naturschutzaspekten. Zusätzlich zu unserer Schafherde setzen wir Ziegen ein, um eine Verbuschung der Fläche zu vermeiden. Auf unseren Flächen haben wir zahlreiche Streuobstwiesen mit alten Obstsorten und Hecken, darunter Birke und Weißdorn, angepflanzt. Sie dienen als Windschutz, Bienen- und Insektenweide und tragen zur Regulation des Wasserhaushaltes bei. Zudem beugen sie einer Erosion vor und bieten Rückzugsgebiet für viele Tiere, insbesondere auch für die natürlichen Feinde zahlreicher Schädlinge. Streuobstwiesen zählen heute zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas.
Vielseitiger Ackerbau

Auch eine "Lolita" ist unter der Vielzahl unserer Kartoffelsorten „mit Gesicht“.
Wir bewirtschaften rund 150 Hektar Acker- und Grünlandflächen. Zu unserem Betrieb gehören außerdem etwa 1.000 Hektar, die im Naturschutzgebiet liegen. Zum Ernten unserer Kartoffeln setzen wir modernste Technik ein; das zweireihige Roden garantiert einen schonenden Umgang mit unseren Kartoffeln „mit Gesicht“, darunter die Sorten Andante, Lolita, Princess, Charlotte, Rosara, Granola und Agria.
Auf unseren Getreideflächen wachsen neben Brotweizen auch Futtertriticale und Hafer-Bohnen-Gemenge. Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen, welche die Anspruchlosigkeit des Roggens mit der Qualität des Weizens zu einem vielerorts angebauten Getreide verbinden. Ebenso wie das Hafer-Bohnen-Gemenge, das zeitgleich auf derselben Fläche angebaut wird, bauen wir Triticale als Futtergetreide an.
Für den Gemüsebau nutzen wir rund 1.500 Quadratmeter Fläche; im Folientunnel reifen unter anderem Tomaten, Gurken, Auberginen, Zucchini und Paprika. Im Freiland bauen wir zudem verschiedene Salatsorten, Kürbisse und Kräuter an.
Bunte Tiervielfalt in artgerechter Haltung
Die artgerechte Haltung unserer Tiere liegt uns ganz besonders am Herzen. Den Mittelpunkt unserer Tierhaltung bildet die Schafzucht mit 800 Mutterschafen der Rassen Merinoland und Schwarzkopf. Die Herde weidet vor allem im nahe gelegenen Naturschutzgebiet Senne.
Seit 2006 züchten wir auch Schweine. Die 250 Tiere leben im Freiland; wir ordnen sie nach Alterklassen in Kleingruppen. Zu ihrem Schutz vor Sonne, Wind und Regen sowie als Rückzugsraum dienen wärmeisolierte "Bungalows".
Außerdem halten wir zehn Mutterkühe mit Nachzucht und 15 Mastbullen. Die Bullen füttern wir ausschließlich mit Kleegras und Ausputzgetreide; dadurch erzielen wir eine besonders hohe Fleischqualität. Auch bei unserem Geflügel wirkt sich die artgemäße Haltung positiv auf die Tiergesundheit und die Fleischqualität aus. Puten und Hähnchen halten wir in Bodenhaltung, das Wassergeflügel (Enten und Gänse) im Freiland.



Kontrolle aller Betriebsbereiche
Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-NW-005-7013-AD geführt wird.
Zusätzlich sind wir nach dem Qualitätssicherungsstandard GLOBALGAP (ehemals EurepGAP) zertifiziert, der insbesondere die Punkte Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz berücksichtigt.




