Naturland Hof Serkshof



Ökologischer Betrieb im Heilbad

Auf unseren Feldern bauen wir Kartoffeln, Möhren und verschiedene Kohlarten an.
Acker mit drei Bäumen

Unser Betrieb liegt in dem staatlich anerkannten Heilbad Bad Sassendorf, einem Kurort im Herzen von Westfalen. Die relativ flache Landschaft der Soester Börde wird im Norden durch die Lippe begrenzt, im Süden durch den Höhenzug "Haarstrang" und die Arnsberger Berge, einem Quellgebiet für viele Flüsse.

Die alte Hansestadt Soest bildet das Zentrum der Region. Besonders fruchtbare Lössböden kennzeichnen unsere Gegend. Hier betreibe ich, Hans-Dieter Blume, einen vielseitig ausgerichteten Gemischtbetrieb.

Umstellung erfolgte zweimal

Meine verstorbene Frau und ich haben den Naturland Verband mitgegründet.
Hans-Dieter und Gudrun Blume

Gemeinsam mit meiner Frau habe ich den Serkshof 1980 von meinen Eltern übernommen und zunächst im Nebenerwerb geführt. Zu dieser Zeit waren wir beide außerhalb der Landwirtschaft voll berufstätig. Als einer der Pioniere des biologisch-dynamischen Landbaus hatte bereits von 1928 bis 1950 mein Großvater den Serkshof ökologisch bewirtschaftet; er war damals Mitglied im Demeter-Verband.

1988 gründeten wir gemeinsam mit Berufskollegen und anderen engagierten Mitstreitern den Naturland Verband. Noch im selben Jahr stellten wir unseren Hof dann sozusagen ein zweites Mal auf ökologischen Landbau um. Bis heute, seit nunmehr über 20 Jahren, bin ich von der ökologischen Wirtschaftsweise überzeugt und Mitglied im Naturland Verband.

Auf unserem Hof arbeiten neben mir, Hans-Dieter Blume, noch ein Auszubildender, ein studierter Landwirt aus Moldawien und verschiedene Aushilfskräfte. Meine Frau Gudrun ist 2007 gestorben.

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Vielfältiger Ackerbau unterstützt Pflanzengesundheit

Die Betriebsfläche des Serkshofes umfasst 149 Hektar. Unsere Betriebschwerpunkte liegen im Anbau von Marktfrüchten sowie in der Schweine- und Geflügelhaltung.

Auf den Ackerflächen bauen wir neben Feldgemüse - vor allem Rot-, Weiß- und Blumenkohl sowie Möhren - auch Nackthafer, Ackerbohnen, Dinkel, Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben an. Ein großer Teil der Flächen dient der Futtererzeugung für unsere Tiere.

Der Anbau unterschiedlicher Pflanzen führt zu einem differenzierten Auf- und Abbau der im Boden enthaltenen Nähr- und Mineralstoffe, wodurch sie langfristig erhalten bleiben. Eine sinnvoll gestaltete Fruchtfolge vermindert darüber hinaus den Befall der Kulturen durch Unkräuter, Pflanzenkrankheiten und einige tierische Schädlinge.

Mit dem Anbau verschiedener Kulturen tragen wir zur Artenvielfalt bei.
Mitarbeiter setzen Jungpflanzen
Gegen Unkraut- und Schädlingsbefall in Reihenkulturen setzen wir eine Hackbürste ein.
Schlepper mit Hackbürste
Unser Gemüse wächst im Freiland und kommt erntefrisch vom Acker zu den Kunden.
Mitarbeiter bei der Kohlernte

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Schweine und Hühner in artgerechter Haltung

Wir halten Schweine und Legehennen. Das Futter für unsere Tiere stammt größtenteils vom eigenen Hof.
Betriebsleiter hält Huhn auf dem Arm

Auf dem Betrieb halten wir 15 Zuchtsauen der Rassen Landrasse X Edelschwein und einen Eber. Der Eber ist eine Kreuzung aus den Rassen Hampshire und Duroc. Die rund 250 Ferkel pro Jahr mästen wir auf dem Betrieb aus. Darüber hinaus geben wir Ferkel an andere ökologisch wirtschaftende Betriebe ab.

Die Schweine haben Zugang zu einem Auslauf im Freien. Ihre Liegeflächen im Stall werden täglich frisch mit Dinkelspreu eingestreut.

Seit 1999 halten wir Legehennen in Bodenhaltung mit Auslauf; derzeit sind es rund 5.500 Hennen zweier Rassen: weiße und braune Legehennen. Wie auf jedem ökologisch wirtschaftenden Betrieb stehen den Tieren ein Auslauf im Grünen sowie ein Sandscharrplatz zur Verfügung.

Das Futter für die Schweine und Hühner mischen wir selbst. Es besteht aus betriebseigenem Getreide, Erbsen und Ackerbohnen.

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Kontrollierte Bio-Produkte, denen Sie vertrauen können

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-NW-005-7008-ABD geführt wird.

Zusätzlich sind wir nach dem Qualitätssicherungsstandard GLOBALGAP (ehemals EurepGAP) zertifiziert, der insbesondere die Punkte Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz berücksichtigt.

Für die Legehennenhaltung ist unser Betrieb dem Qualitätssicherungssystem des KAT (KAT - Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e. V.) angeschlossen. Ziel des KAT ist eine lückenlose Kontrolle und Überwachung von Eiern aus ökologischer Erzeugung sowie aus Boden- und Freilandhaltung.

Weitere Informationen:

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Engagement auch über die Hofgrenzen hinaus

Wir engagieren uns mit verschiedenen Maßnahmen rund um den Hof und außerhalb für den Natur- und Umweltschutz.
Wohnhaus mit Bauerngarten

Zu unseren Flächen gehören rund drei Hektar Streuobstwiesen mit Hochstammsorten sowie ein alter Bauerngarten.

Der Naturschutz liegt uns über den ökologischen Landbau hinaus am Herzen. Mithilfe von Hecken, die wir vielerorts angepflanzt haben, erhöhen wir außerdem die Artenvielfalt auf unserem Betrieb. Die Hecken dienen einerseits als Windschutz und als Bienen- und Insektenweide. Andererseits tragen sie zur Regulation des Wasserhaushaltes bei, beugen Erosion vor und bieten zahlreichen Tieren ein Rückzugsgebiet - mitunter auch den natürlichen Feinden von Schädlingen unserer Kulturpflanzen.

Seit Sommer 2009 ergänzt eine Fotovoltaik-Anlage unser Hofbild.

Die Arbeitsgemeinschaft biologischer Umweltschutz, eine regionale Naturschutzorganisation, betreibt Maßnahmen zum Umwelt- und Vogelschutz in unserer Region. An einzelnen Programmen nehmen wir unterstützend teil, zum Beispiel an einem Projekt zum Schutz der Bodenbrüter (zum Beispiel Lerchen und Wiesenweihen).

Als ehrenamtlicher Landschaftswart bin ich außerdem für die Untere Landschaftsbehörde tätig sowie Hegering-Leiter und Vorstand der Kreisjäger. Ich arbeite im Aufsichtsrat der Naturland Marktgenossenschaft Lippetal mit und war zwölf Jahre lang erster Vorsitzender des Naturland Regionalverbands Nord-West.

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