Biolandhof Freiberger



Arbeiten im Einklang mit der Natur

Unseren Familienbetrieb bewirtschaften wir seit 2006 ökologisch.
Frau mit Kleinkind auf Schweineweide

Wir sind die Freibergers aus Moosburg an der Isar: Martin und Silvia Freiberger mit unseren Kindern Elisa und Laura. Unser Bioland-Hof liegt auf 430 Metern Höhenlage im Freisinger Hügelland nördlich der Flüsse Amper und Isar.

In unserer Region bauen die Landwirte hauptsächlich Marktfrüchte an. Die sandlehmigen bis lösslehmigen Böden lassen sich gut bearbeiten und bringen eine gute Fruchtbarkeit mit. Diese günstigen Verhältnisse bilden eine ausgezeichnete Grundlage für Ackerbau nach ökologischen Prinzipien.

Seit 2006 arbeiten wir nach den Richtlinien des Bioland-Anbauverbands. Wir haben uns auf Öko-Schweinehaltung spezialisiert, wobei der Schwerpunkt auf der Zuchtsauenhaltung liegt. Außerdem mästen wir Schweine.

Öko-Landbau als gemeinsamer Lebensweg

In der Gruppensäugebucht halten wir immer drei Sauen mit ihren Ferkeln zusammen.
Gruppensäugebucht

Wir sind beide mit der Landwirtschaft sehr stark verwurzelt und bewirtschaften den Hof gemeinsam. Silvia hat nach der Lehre auf einem biologisch-dynamisch geführten Betrieb und ihrem Studium der Agrarwissenschaften Berufserfahrung in verschiedenen Sparten der Landwirtschaft gesammelt. Ich, Martin Freiberger, bin auf unserem Hof aufgewachsen und habe verschiedene Ausbildungen im landwirtschaftlichen Bereich absolviert, u.a. zum Agrartechniker. Den Hof habe ich von meinen Eltern übernommen.

Im Jahr 2006 fiel bei uns der Startschuss für die Umstellung auf Öko-Landbau. Nach und nach wurden die Ackerflächen umgestellt und die Schweineställe umgebaut, damit sie die Anforderungen an die Öko-Schweinehaltung erfüllen. Zu unserem Glück waren Deck- und Wartestall für die Sauen bereits vor der Umstellung öko-tauglich.

Für den ökologischen Landbau haben wir uns aus unserer Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen entschieden. Wir möchten unseren Kindern eine intakte Umwelt hinterlassen, in der gesunde Lebensmittel erzeugt werden. Auch die Haltung der Nutztiere haben wir hinterfragt und finden in der ökologischen Wirtschaftsweise mehr Möglichkeiten, die Aufzucht und Vermarktung unserer Nutztiere verantwortungsvoll zu gestalten.

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Zucht und Mast mit Respekt vor den Tieren

Unser Hof ist voll arrondiert, das heißt: Die Flächen, die wir für Ackerbau und Tierhaltung nutzen, liegen in unmittelbarer Nähe unserer Hofstelle. Auf 63 Hektar betreiben wir Ackerbau, 1,3 Hektar dienen als Grünland. Außerdem gehört noch ein fünf Hektar großer Wald dazu.

Auf unserem Hof züchten und mästen wir Schweine. Den Schwerpunkt bildet die Zuchtsauenhaltung. Und zu ihnen haben wir ein ganz besonderes Verhältnis: Sie haben alle einen eigenen Namen. Im Durchschnitt arbeiten wir mit 60 Zuchtsauen und der dazugehörigen Ferkelaufzucht.

Derzeit stellen wir die Sauenhaltung von der Kreuzungsrasse Deutsches Edelschwein und Deutsche Landrasse (DLxDE) auf einen reinen Deutsche-Landrasse-Bestand um. Gepaart mit Ebern der Rasse Duroc und Pietrain (DLxPI) bekommen wir Ferkel der Rasse DLxDUxPI.

Zu den Zuchtsauen kommen jährlich zwischen 100 und 150 Mastschweine hinzu.

Die Tiere werden bei uns artgerecht gehalten. Das Bedürfnis der Schweine nach "Geselligkeit", also den Kontakt zu ihren Artgenossen, unterstützen wir, indem wir so genannte Gruppensäugebuchten eingerichtet haben. Hier können die Muttersauen und ihre Ferkel die ersten Wochen miteinander verbringen.

In den Ställen haben die Tiere genügend Platz, um sich zu bewegen, und viel frisches Stroh als Einstreu und zum "Spielen". In der Übergangszeit und im Sommer dürfen die Wartesauen zusammen mit dem Eber auf die nahe gelegene Weide. Dort haben sie viel Platz und ausreichend Gelegenheit zum Suhlen. Mit dem Weidegang unserer Schweine haben wir gute Erfahrungen gemacht: Er fördert ihr Wohlbefinden und stärkt ihre Vitalität.

Der Deckstall für die Jungsauen ist geräumig, hell und mit viel Stroh ausgestattet.
Deckstall mit Jungsauen
Einzelabferkelungsbuchten ermöglichen das Zusammenleben von einer Muttersau mit ihrem Nachwuchs.
Bucht zur Einzelabferkelung
Auf der Weide gibt es für Sauen und Eber viel Platz, frisches Futter und eine große Suhle.
Schweine auf Weide

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Unser Konzept für vitale Tiere

Der Aufenthalt im Freien macht die Tiere robuster.
Schwein in Nahaufnahme

Unsere Mastschweine werden im Wachstum nicht getrieben, sie sollen gesund aufwachsen. Dazu werden sie bedarfsgerecht und ihrem Entwicklungsstand entsprechend ernährt. Das Futter - Getreide gemischt mit Erbsen und Ackerbohnen - stammt überwiegend von unseren eigenen Äckern. Zugekauftes Pflanzenöl, Kartoffeleiweiß, Sojakuchen, Mineralfutter und Grascobs komplettieren die Rationen. Unsere kleinsten Ferkel bekommen Bio-Prestarter (eine Spezialnahrung), damit die Muttersauen die lange Säugezeit von über 40 Tagen ohne zu große Gewichtseinbußen überstehen.

Auf jeglichen Zusatz von Hormonen, Leistungs- und Wachstumförderern verzichten wir - sie sind im ökologischen Landbau verboten. Um die Hygieneanforderungen zu erfüllen und unseren Schweinebestand gesund zu halten, werden unsere Sauen zweimal jährlich entwurmt; außerdem werden sie gegen typische Schweineerkrankungen geimpft. Sollte eines unserer Tiere erkranken, wird es hömöopathisch behandelt. Eine Kräutermischung aus Thymian und Oregano hat sich zum Beispiel zur Stabilisierung der Magen-Darm-Tätigkeit bewährt.

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Fruchtfolge - Basis für fruchtbaren Boden

Neben dem Futtergetreide für unsere Tiere produzieren wir auf unseren Äckern auch Speiseweizen und Braugerste. Mit einer gut durchdachten Fruchtfolge bauen wir in einer aufeinander abgestimmten Reihenfolge verschiedene Kulturen an. In die Fruchtfolge integrieren wir Zwischenfrüchte und einjähriges Kleegras. Diese Maßnahmen fördern die natürliche Fruchtbarkeit des Bodens, sie lockern ihn, und es kann sich eine Humusschicht mit wichtigen Nährstoffen aufbauen.

Gegen unerwünschte Beikräuter gehen wir maschinell vor, z.B. mit dem Hackstriegel.
Betriebsleiter arbeitet mit Hackstriegel
Belohnung für umsichtigen Ackerbau: ein ansehnliches Sommergerstenfeld.
Feld mit Sommergerste

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Kontrolle schafft Vertrauen

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Bioland-Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Bioland-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BY-006-43862-A geführt wird.

Weitere Informationen:

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