Biebers Bioland-Hof



Von der Mühle zum Bio-Hof

Betriebsleiter vor Kartoffelkiste
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Auf den fruchtbaren Böden des Ochsenfurter Gaus bauen wir Kartoffeln "mit Gesicht" an.

Unser Familienbetrieb liegt in der unterfränkischen Gemeinde Kürnach. Das Gesicht der Region wurde durch die Mühlen- und die Landwirtschaft geprägt. Auf den fruchtbaren Böden des "Ochsenfurter Gaus" gedeihen auch die Kartoffeln "mit Gesicht", die wir hier anbauen, prächtig.

Unser Hof wird seit drei Generationen als landwirtschaftlicher Betrieb geführt; davor war er eine Mühle. Wir sind als Quereinsteiger in die Landwirtschaft gekommen: Ich (Friedbert) habe zunächst Landmaschinenschlosser gelernt und zehn Jahre als Schlosser gearbeitet, bevor ich 1983 den elterlichen Betrieb übernahm. Von 1983 bis 1985 machte ich dann eine Ausbildung auf der landwirtschaftlichen Schule in Würzburg

Mein Vater hatte den Hof zuvor "traditionell" bewirtschaftet, ohne größere Mengen an chemischen Pflanzenschutzmitteln oder Kunstdünger einzusetzen. In der Ausbildung lernte ich die Möglichkeiten der Agrochemie kennen, überprüfte deren Wirksamkeit auf dem eigenen Hof und war wenig begeistert: Mir schien es, dass all die Mittel den Ackerfrüchten eher schadeten als nutzten. Somit suchte ich bereits während der Ausbildung nach modernen Alternativen.

Zusammen mit vier Landwirten aus der weiteren Nachbarschaft stellte ich 1985 auf ökologischen Landbau um. Wir Landwirte berieten uns damals gegenseitig, eine etablierte Umstellungsberatung gab es noch nicht. Da einer meiner Kollegen Mitglied bei Bioland war, trat auch ich diesem Bio-Anbauverband bei.

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Wir setzen auf Vielfalt

Eingang Hofladen
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Unser Hof wird seit drei Generationen als landwirtschaftlicher Betrieb geführt; davor war er eine Mühle.

Die Region ist mit Niederschlägen von rund 500 Litern pro Quadratmeter pro Jahr recht trocken, was bisweilen problematisch werden kann. Aber die Bodenqualität ist gut, die Böden haben insbesondere ein hohes Wasserrückhaltevermögen. Und als positiver Nebeneffekt der periodischen Trockenheit sind unsere Ackerfrüchte nie aufgeschwemmt oder verwässert.

Unsere Flächen bewirtschaften wir sehr vielfältig: Neben Kartoffeln "mit Gesicht" bauen wir Getreide (Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel) und Zuckerrüben an sowie Gemüse für den Hofladen (Karotten, Rote Rüben und anderes). Futtermais und Luzerne wachsen als "Ackerfutter" auf unseren Flächen.

Wir haben eine gute und abwechslungsreiche Fruchtfolge und somit wenig Probleme mit Unkräutern. Die meisten unserer Felder grenzen entweder an einen Feldweg oder an eine Hecke, somit sind sie gut von den konventionell bewirtschafteten Nachbarflächen abgegrenzt.

Die Hecken haben wir zum Teil neu angelegt; die schon länger bestehenden erhalten und pflegen wir. Sie dienen als Windschutz, als Bienen- und Insektenweide, tragen zur Regulation des Wasserhaushaltes bei, beugen Erosion vor und bieten Rückzugsgebiet für viele Tiere, vor allem auch für die natürlichen Feinde von Schädlingen.

Stallgebäude mit Photovoltaikanlagen
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Auf dem Jungviehstall haben wir eine Photovoltaikanlage errichtet.
Junge mit Huhn auf Hühnerwiese
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Matthias betreut die Hennen und verdient sich damit schon sein eignes Geld.
Kartoffelkisten
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Unter den Kartoffelsorten, die wir anbauen, sind "Nicola" und "Laura" sehr beliebt.

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Unsere fleißigsten Mitarbeiterinnen: Kühe und Hühner

Gehornte Milchkuh
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Wir haben eine Herde von 14 Milchkühen plus "Nachzucht"; insgesamt 45 Tiere.

Wir halten eine Herde von 14 Milchkühen und deren "Nachzucht". Die insgesamt 45 Tiere sind in zwei Laufställen mit Auslauf untergebracht: Der Jungviehstall ist ein Neubau, im Altbau residieren die Milchkühe. Auf dem Jungviehstall haben wir 2002 eine19 Kilowatt-Photovoltaikanlage errichtet. Nach und nach erweitern wir sie auf unsere anderen Dächer.

Die Hühner hat unser zu dieser Zeit zwölfjähriger Sohn Matthias angeschafft, und er versorgt sie auch. Die Eier verkaufen wir im Hofladen, und die Einnahmen bekommt Matthias.

Annähernd 100 Prozent des Futters für unsere Tiere sind hofeigen. Zugekauft werden nur die mineralischen Komponenten (zum Beispiel Lecksteine für die Kühe und Futterkalk für die Hühner).

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Kontrolliert und zertifiziert: Unsere Produkte sind garantiert "bio"

Hofeigene Produkte
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Unsere Produkte sind garantiert "bio"!

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Bioland-Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Bioland-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BY-006-40049-ABD geführt wird.

Zusätzlich sind wir nach dem Qualitätssicherungsstandard GLOBALGAP (ehemals EurepGAP) zertifiziert, der insbesondere die Punkte Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz berücksichtigt.

Weitere Informationen:

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