Betriebs-Porträt

Wellnesshof Blenk

Wellnesshof Blenk
Gerlinde und Markus Blenk
Starzlachauen 3
87497 Wertach

08365 703687
08365 703730

info(at)wellnesshof-blenk.de
www.wellnesshof-blenk.de

Sehen wo's herkommt

Seit Generationen nah an der Natur

Nur an wenigen Urlaubsplätzen wird der Umweltgedanke so konsequent gelebt wie am Wellnesshof Blenk: Schadstoffarme Baumaterialien am Haus, ein Naturschwimmteich, Regenwassernutzung, ein großer Kräutergarten und die Gewinnung von Sonnenkraft für Solar und Photovoltaik – das sind nur einige Beispiele für das Engagement der Blenks.

„Meine Familie hat schon immer naturnah gelebt und gearbeitet“, erzählt Junior Markus Blenk. Er setzt die Jahrhunderte alte Tradition seiner Vorfahren als Landwirt am Hof fort, zusammen mit seiner Familie: „Wir sind mindestens seit meinem Urgroßvater hier“, weiß er. „Früher lebten die Menschen am Hof mit einer kleinen Herde Rinder, die gerade so viel Milch gab, dass es zum Leben reichte. Wie bei den meisten Bauern in der Region.“ Seither hat sich jedoch vieles geändert.

Ein Leben „mit und von der Natur“

Was heute mit „öko“ beschrieben und erarbeitet wird, haben unsere Vorfahren schon immer so gemacht: Wir leben seit jeher mit und in der Natur, sei es in der Landwirtschaft, im Wald oder im Haus. Diese Philosophie leitet uns – wie viele meiner Berufskollegen hier im Allgäu.

Wir wollen naturverträglich wirtschaften und so arbeiten, dass unsere Produktionsgrundlagen, zum Beispiel gesunder Boden und sauberes Wasser, auch für die nächsten Generationen erhalten bleiben. Deshalb verzichten wir auf chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel, den Einsatz schwerer Maschinen und die damit einhergehende Ausbeutung der Böden. Aus dieser Überzeugung heraus haben meine Familie und ich unseren Betrieb „bio“ zertifizieren lassen.

Selbstverständlich nutzen wir im Haus moderne Technik, zum Beispiel eine Photovoltaikanlage, mit der wir eigenen Strom erzeugen, und eine Solaranlage zur Gewinnung von Warmwasser. Wir haben zudem auf eine schadstoffarme Einrichtung und umweltverträgliche Baumaterialien geachtet. Nicht zuletzt nutzen wir das Regenwasser für den Naturschwimmteich und die Toilettenspülung. Auch kommt zum Teil eine Holzheizung zum Einsatz. So können wir das in unserem Wald anfallende Käfer- und Bruchholz CO2-neutral nutzen.

Wiesen, Weiden, Wasserläufe

Bis 2002 erzeugten wir Milch zur Käseherstellung. Als sogenannter Emmentalerbetrieb erfüllten wir damals schon bei der Haltung unserer 15 Milchkühe besonders strenge Auflagen: Unter anderem fütterten wir keine Silage, sondern das frische Gras der Wiesen oder Heu.

Wie im Bergland üblich, treiben wir immer im Frühjahr das Vieh auf die Wiesen, wo es Tag und Nacht draußen frei ist. Die Herden verbringen diese Zeit auf den typischen Viehweiden, die das Allgäu landschaftlich so zauberhaft erscheinen lassen. Dort gibt es Wasser von einem Bach sowie Schatten von den Bäumen. Ideal für glückliche Kühe.

Noch etwas ist typisch für das Allgäu: Ab Mitte Mai kommen auch unsere Jungtiere in die Berge auf die Alpen. Viele Landwirtsfamilien besitzen Weiderechte an den Gemeinschaftsalpen. Diese Weide- bzw. Alpwirtschaft dient der Abhärtung und Gesunderhaltung der Tiere, außerdem bleibt dadurch mehr Heu für den Winter im Tal, was doch dringend gebraucht wird.

Von der Milchviehhaltung zur Mutterkuhherde

Nach dem plötzlichen Tod meines Vaters stellte sich die Frage, wie wir den Betrieb weiterführen können. Da mein Bruder und ich in der Ausbildung bzw. im Studium waren, stellten wir auf Mutterkuhhaltung um. Das ließ und lässt uns mehr Freiraum: Wir müssen die Tiere nicht mehr melken und vermeiden so die fixen Melkzeiten.

Für mich war es ein Erlebnis zu verfolgen, wie sich die neue Mutterkuhherde bei uns einlebte. Es ist einfach nur schön, die Kälber bei ihren Mutterkühen zu sehen. Dieser Weg der Umstellung war ein gutes Konzept für uns. Parallel zu meiner Diplomausbildung als Holzwirt schloss ich dann die Landwirtschaftliche Lehre an der Allgäuer Alpwirtschaftsakademie in Immenstadt ab.

Im Zuge dieser Umstrukturierung wurden wir Partner der Firma Feneberg mit den Produkten “VonHier“. Diese Zusammenarbeit sichert uns faire Erzeugerpreise und stellt ein gutes Netzwerk dar. Auch für unseren Tourismus ist dieses Betriebskonzept von Feneberg ein großer Mehrwert, denn viele Gäste kaufen ganz bewusst die Bio-Marke „VonHier“: Da sie ja schon im herrlichen Allgäu Urlaub machen, möchten sie auch die regionalen Produkte essen. Davon abgesehen ist das Allgäu ohnehin für gute und reine Lebensmittel bundesweit bekannt.

Garantiert ökologisch erzeugte Produkte

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Bioland-Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Bioland-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer DE-BY-006-44426-A geführt wird.

Weitere Informationen:

Website des Bioland-Verbandes

Rindfleisch aus artgerechter Tierhaltung

Wir betreiben ökologische Mutterkuhhaltung im Rahmen des VonHier-Programms der Feneberg Lebensmittel GmbH. Das Unternehmen aus Kempten im Allgäu kauft unsere Jungrinder und vermarktet ihr Fleisch in den Feneberg-Filialen unter der regionalen Bio-Marke VonHier.

Bio vor Ort