Von der Öko-Traube zum Spitzenwein

Rund um den Wein

Von der Öko-Traube zum Spitzenwein

Die deutschen Öko-Winzer bestellen zusammen rund zwei Prozent (2.000 Hektar) der deutschen Rebfläche, verteilt auf 380 Öko-Betriebe. Etwa die Hälfte der Betriebe gehören dem Verband Ecovin an, die anderen Naturland, Demeter, Gäa (Öko-Weine aus Sachsen) und Bioland. Diese fünf Verbände stehen für höchste Qualität und ökologische Standards.

Rheinhessen, Pfalz, Baden, Württemberg, Mosel, Franken, Nahe und Rheingau sind die größten Weinbaugebiete. Zu den kleineren zählen die Ahr, Hessische Bergstraße, der Mittelrhein, Saale-Unstrut, Sachsen und Saar-Ruwer. Die beliebtesten Rebsorten sind der Riesling (21 Prozent der Anbaufläche) und der Müller-Thurgau (18 Prozent). Rote Rebsorten, an erster Stelle Spätburgunder, werden insbesondere in Württemberg (60 Prozent) und in Baden (40 Prozent) angebaut. Jedoch gibt es auch in den anderen Anbaugebieten exzellente rote Gewächse zu degustieren.

Die Qualität der Weine entscheidet sich im Weinberg: Die Trauben entwickeln einen eigenständigen und von Standort, Klima und Boden abhängigen Geschmack. Unterschiede im Anbau wirken also nicht nur auf Artenvielfalt, Bodenleben und Trinkwasser, sondern in erster Linie auf den Weingenuss.

Barriquefässer mit Gär-Röhrchen im Weinkeller
Die Aromen und Gerbstoffe aus dem Barrique verleihen dem Wein Komplexität und Würze. Das Holzfass ist besonders für den Ausbau hochwertiger Rotweine gefragt.