Endlich wieder Spargel!

Rund um den Spargel

Endlich wieder Spargel!

Beginnt für Sie der Frühling auch erst so richtig, wenn Sie den ersten frisch gestochenen Spargel gegessen haben? Dann ist jetzt Zeit für Frühlingsgefühle und Spargelgenuss in allen Variationen. Schließlich gibt die Natur die Saison für das königliche Gemüse vor und die geht für Spargelfans jedes Mal wieder viel zu schnell zu Ende.

Erntereifer grüner Spargel
Grüner Spargel wächst der Sonne entgegen und entwickelt dadurch ein intensiv-würziges Aroma.

Spargel gehört - wie Fenchel, Staudensellerie und Rhabarber - zu den Stängelgemüsen. Obwohl er unter der Erde wächst, werden nicht seine Wurzeln verzehrt, sondern deren Sprosse, die Spargelstangen. Je nach Geschmack und Rezept können Sie zwischen weißem und grünem Spargel wählen, sogar violette Varianten des Grünspargels bereichern das Angebot. Weißer Spargel wächst unter der Erde in aufgehäuften Erdwällen und wird daher auch als Bleichspargel bezeichnet. Er ist wegen seines zart-milden Geschmacks beliebt. Grüner Spargel hingegen wächst auf ebenerdigen Beeten der Sonne entgegen und entwickelt dadurch ein kräftigeres Aroma; sein Geschmack ist frisch-würzig. Während der weiße Spargel aus dem Boden gestochen wird, wird Grünspargel geschnitten.

Flächenmäßig ist Spargel eine der bedeutendsten Gemüsearten in Deutschland, denn fast überall hierzulande wird Spargelanbau betrieben. Klassische Anbauregionen liegen u. a. in Franken und Südbayern, in Nordbaden und in der Pfalz, am Niederrhein, in Niedersachsen, in Thüringen und in Brandenburg. Die Spargelsaison dauert von Mitte/Ende April bis zum 24. Juni (Johanni). Dann ist offiziell Ernteschluss, denn die Spargelstöcke im Boden müssen den Sommer über ausreichend Nährstoffe sammeln, um auch im nächsten Jahr wieder gut sprießen zu können.

Frisch geernteter weißer Spargel
Weißer Spargel – der edle Frühlingsbote mit zartem Geschmack.

Schon in der Antike wurde Spargel nicht nur als edle Delikatesse geschätzt, sondern auch als gesundes Nahrungs- und Heilmittel. In einem Pfund gekochtem Spargel stecken nur 65 Kalorien, aber viele Ballaststoffe, die die Verdauung ankurbeln. Schon eine Portion (500 Gramm) genügt, um den täglichen Bedarf eines Erwachsenen an Vitamin C und Folsäure fast vollständig zu decken. Außerdem enthält Spargel die Vitamine B1, B2 und E sowie wichtige Mineralstoffe (z.B. Kalium), sekundäre Pflanzenstoffe (Saponine) und die Aminosäure Asparaginsäure. Grüner Spargel liefert sogar noch größere Mengen an beta-Carotin und Vitamin C, Mineralstoffen und Spurenelementen. Kaliumsalze, Saponine und die entschlackende Asparaginsäure fördern die Nierentätigkeit und das Ausschwemmen von Abbauprodukten aus dem Stoffwechsel. Spargel kann auch – wegen seiner stark entwässernden Wirkung - Bluthochdruck senken. Sogar für Menschen mit empfindlichem Magen ist er ein ideales Gemüse, da er leicht bekömmlich ist und nicht bläht.

Wer sich Gesundheit gerne gut schmecken lässt, trifft mit Spargel also eine gute Wahl. Wer zu Spargel aus ökologischem Anbau greift, genießt sogar noch mehr: Öko-Gemüse ist nachweislich weniger belastet mit Nitrat und Rückständen von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, stattdessen trumpft es mit Frische, Aroma und intensivem Geschmack.

„5 am Tag“ – mehr Obst und Gemüse auf die Teller!

Zahlreiche Studien belegen den hohen Gesundheitswert von Obst und Gemüse. Um den Verzehr von Apfel, Tomate & Co. zu steigern, wurde im Jahr 2000 die Gesundheitskampagne „5 am Tag“ gestartet. Für die Praxis bedeutet dies: Aus der Vielzahl der verschiedenen Obst- und Gemüsearten jeden Tag mindestens fünf Portionen essen, dabei sollten möglichst drei Portionen als Gemüse und zwei Portionen in Form von Obst verzehrt werden. Als Maßeinheit für eine Portion dient die eigene Hand, so dass die Portionen altersgemäß unterschiedlich ausfallen