Wohltat aus Tee- und Kräutergärten

Rund um den Tee

Rund um den Tee

Für Früchtetees werden Fruchtbestandteile wie z.B. getrocknete Schalen oder zerkleinertes Trockenobst verwendet; Hauptzutaten sind bespielsweise Hibiskus-Blüten, Hagebutteschalen, Apfelstücke und Orangenschalen. Für Kräutertees dürfen grundsätzlich alle Pflanzenteile verarbeitet werden: Blätter, Früchte, Blüten, Knospen und Samen, Rinden, Wurzeln und Stiele. Oft werden sie nur getrocknet, manchmal auch fermentiert. Schwarz- und Grüntees dagegen haben eines gemein: Verwendet werden nur die Blätter der Teepflanze. Bei der Ernte, oder besser Lese, werden nur die oberste Blattknospe und die beiden jüngsten Blätter gepflückt. In der Fachsprache der Teekenner: "Two leaves and a bud".

Aus den Blättern des immergrünen Teestrauchs (Camellia sinensis) wird Schwarzer oder Grüner Tee gewonnen, je nach Verarbeitung. Die Hauptanbaugebiete liegen in den Höhenlagen Indiens, Sri Lankas, Chinas und Japans sowie in Ostafrika (Kenia, Tansania..). Seine anregende Wirkung verdankt der Tee dem Koffein (früher Teein genannt), das anders als beim Kaffee an Gerbstoffe gebunden ist und deshalb nicht auf das Herz wirkt. Dass er dennoch auch die Entspannung fördert, ist auf die beruhigende Wirkung derselben Gerbstoffe zurückzuführen, die bei längerem Ziehen des Tees entsprechend wirken. Auch deshalb ist eine gute Tasse Tee der passende Genuss für jede Tageszeit. Kräutertees haben zum Teil eine heilende medizinische Wirkung. In diesem Fall sollten sie je nach Bekömmlichkeit in Maßen getrunken werden. Anbieter von ökologischen Kräutertees haben für Sie eine Vielzahl von Mischungen zusammengestellt, die für Teegenuss in allen Lebenslagen sorgen.

Ob Schwarz-, Grün-, Kräuter- oder Früchtetee, bei Öko-Tees stammen die Rohstoffe aus ökologischem Anbau, teilweise auch aus Wildsammlung. Letzteres ist oft zum Beispiel bei Heilkräutern der Fall; sie wachsen in der Zeit von April bis September im Freiland. Die Pflanzen werden dann vor der Verarbeitung auf mögliche Schadstoffe hin untersucht.

Gütegrade für Tee – achten Sie auf die Buchstaben

Kenner unterscheiden neben der Herkunft auch verschiedene Gütegrade - vom Broken Orange Pekoe (BOP) bis zum Special Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe (SFTGFOP). Mit Öko-Qualität haben diese Bezeichnungen allerdings nichts zu tun. Tee aus ökologischem Anbau gibt es in allen Gütegraden und aus fast allen bekannten Anbaugebieten. Darjeeling oder Assam etwa bezeichnet die Anbaugebiete, z.B. die Teegärten Nord-Indiens. First oder Second Flush bezeichnet den Zeitpunkt der Ernte. Er bestimmt weitgehend die Qualität und das Aroma.

Geerntete Teeblätter werden in die Verarbeitung eingeführt
In einem Teegarten in Indien werden geerntete Teeblätter in die Verarbeitung eingeführt