Betriebs-Porträt

Hessische Staatsdomäne Marienborn

Betriebsleiter mit Familie im Maisfeld
Christoph Förster hat seine Wurzeln im Öko-Landbau; seit 1996 bewirtschaftet er seine Flächen nach Naturland Richtlinien.

Hessische Staatsdomäne Marienborn
Katrin und Christoph Förster
Hofgut Marienborn
63654 Büdingen

06048 953566
06048 952628

Sehen wo's herkommt

 

Mit dem Öko-Landbau verwurzelt

Seit dem Jahr 2008 lebe ich, Christoph Förster, zusammen mit meiner Ehefrau Katrin und unseren Kindern Annemarie und Justus auf der Hessischen Staatsdomäne Marienborn in Büdingen in der Wetterau.

Ich bin Landwirtschaftsmeister und Öko-Landwirt aus Überzeugung. Aufgewachsen auf einem Öko-Bauernhof, die Lehrzeit aber in konventionellen Betrieben absolviert, gibt es für mich keine Alternative zum Öko-Landbau. Über zwölf Jahre war ich Betriebsleiter der Hessischen Staatsdömane Oberhof in Obererlenbach bei Bad Homburg (Taunus). Die Hofstelle in Büdingen ist der zweite Betrieb, den ich nach ökologischen Richtlinien bewirtschafte.

Die Geschichte des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Jahrhunderte haben seine Gebäude eine wechselhafte Geschichte und vielfältige Nutzungen erlebt - als Residenz und Zufluchtstätte, als Kanzlei, Amtshaus und als Wirtschaftgebäude der Grafen von Isenburg-Büdingen. Die heute noch erhaltene Hofanlage mit den Wirtschaftsgebäuden entstand um 1700. Seit 1964 ist das Hofgut Marienborn eine Staatsdomäne des Landes Hessen. Die Justus-Liebig-Universität Gießen nutzt das Gut als Lehr- und Versuchsgut. Mit der Übernahme der Hofstelle im Herbst 2008 hat für das Hofgut die Ära des ökologischen Landbaus begonnen. Alle Flächen werden seither nach Naturland Richtlinien bewirtschaftet.

Gegenseitige Unterstützung unter Kollegen

Seit 1996, mit dem Beginn meiner eigenständigen Arbeit, bin ich Mitglied im Naturland Verband. Was mich dazu motiviert hat, waren die Unterstützung bei der Vermarktung unserer Produkte durch die Naturland Marktgesellschaft sowie das Konzept des Verbandes, Betriebe in der Region zu vernetzen und deren Zusammenarbeit zu fördern.

Das praktizieren wir auch: Unsere Kartoffeln werden von dem Naturland Betrieb Ramme in Schöneck aufbereitet und gelagert. Im Gegenzug bereiten wir das Getreide des Betriebes Ramme mit auf und lagern es ein.

Öko-Landwirtschaft an unterschiedlichen Standorten

Neben ungefähr 120 Hektar Fläche auf der Hessischen Staatsdomäne Marienborn bewirtschaften wir bereits seit 1996 die Flächen der Hessischen Staatsdomäne Oberhof in Obererlenbach bei Bad Homburg. So kommen insgesamt knapp 200 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche zusammen, die allesamt nach den Richtlinien des Öko-Anbauverbands Naturland bewirtschaftet werden.

Unser Betrieb ist spezialisiert auf Marktfruchtbau und Saatgutvermehrung. An Marktfrüchten bauen wir Speisekartoffeln, Feldgemüse (z.B. Rote Bete), Raps zur Ölgewinnung, Braugerste, Winterweizen und Nackthafer sowie Hanfblüten für pharmazeutische Zwecke an. Zur Saatgutvermehrung werden Ackerbohnen und Erbsen angebaut.

Gute Erfahrung haben wir bei den Kartoffeln mit der Dammkultur gemacht. Sie erleichtert die Unkrautregulierung, erhöht die Qualität der Kartoffeln und ermöglicht die Ernte selbst bei schwierigen Witterungsbedingungen.

Weite Reihe bringt Qualität

Beim Winterweizen wird auf unseren Feldern in Zusammenarbeit mit der Universität Gießen im Rahmen eines Projektes des Bundesprogramms Ökologischer Landbau das Anbauverfahren "Weite Reihe" erprobt. Hierbei wird der Weizen mit einem Reihenabstand von 50 Zentimetern gesät. Zwischen den Reihen wird im Frühjahr eine Kleeuntersaat eingebracht. Diese wird dann in regelmäßigen Abständen gemulcht. Unter Mulchen versteht man das Mähen und gleichzeitige Zerkleinern und Einarbeiten des Aufwuchses.

Vorteile der "Weiten Reihe" sind die bessere Qualität des Backweizens (höhere Klebergehalte) und höhere Nährstoffgehalte durch die Stickstoffsammelleistung des Klees. Außerdem wird durch die Untersaat und das Mulchen das Unkraut unterdrückt. Auch die Bodenstruktur lässt sich durch den ständigen Bewuchs und die so genannten Schattengare verbessern: Durch eine dauerhafte Beschattung des Bodens durch Bewuchs oder Bedeckung mit Mulchmaterialien werden die physikalischen Eigenschaften des Bodens verbessert. Folge davon ist eine bessere Bearbeitungsfähigkeit des Bodens, ein besseres Wasserhaltevermögen sowie eine gute Durchwurzelung.

Unseren Bio-Produkten können Sie vertrauen

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-HE-005-35750-A geführt wird.

Zusätzlich sind wir nach dem Qualitätssicherungsstandard GLOBALGAP (ehemals EurepGAP) zertifiziert, der insbesondere die Punkte Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz berücksichtigt.

Weitere Informationen:

Website des Naturland Verbandes

Öko-Qualität über die Grenzen Hessens hinaus

Wir bauen Kartoffeln, Feldgemüse, Getreide und Leguminosen an. Hauptabnehmer unserer Produkte sind die Marktgesellschaft mbH der Naturland Betriebe, eine Vermarktungsinitiative von Naturland Landwirten, und Demeter Felderzeugnisse. Beide Organisationen vermarkten unsere Erzeugnisse überregional.

Unsere Bio-Kartoffeln "mit Gesicht" finden Sie in den tegut...Märkten in Hessen, Bayern und Thüringen.

Auf Bestellung beliefern wir auch Privathaushalte mit Kartoffeln.

Bio vor Ort