Betriebs-Porträt

Naturland Hof Hüseman

Naturland Hof Hüseman
Everhard und Elke Hüseman
Feldkämpe 7
48531 Nordhorn-Hesepe

05921 79855
05921 79867

hof-hueseman(at)naturland.de

Sehen wo's herkommt

Vielseitigkeit ist unsere Stärke

Unser Betrieb liegt in der Grafschaft Bentheim. Hier lebe ich mit meiner Frau Elke und meinen drei Töchtern Christiane, Henrike und Wiebke. Ich bin Everhard Hüseman und Betriebsleiter unseres Naturland Hofes, auf dem wir hauptsächlich Eier, Milch, Rindfleisch, besonders leckere Frühkartoffeln, Kartoffeln und Dinkel erzeugen. Wir halten Milchkühe und - auf ganzjähriger Weide - eine Mutterkuhherde, die mit der Rasse Limousin gekreuzt wurde. Dadurch ist sie nicht nur besonders bunt (rote, rotbunte, schwarze und braune Tiere), sondern auch sehr widerstandsfähig.

In dieser Region sind ansonsten viele Veredlungsbetriebe zu finden, das heißt Schweine oder Rinder haltende Mast-Betriebe mit intensiver ackerbaulicher Nutzung auf überwiegend klein strukturierter Fläche.

Hühner sind unsere Leidenschaft

Zum Hof gehören 75 Hektar Land, davon sind 24 Hektar Grünland. Das Grünland dient unseren Kühen und den Hennen als Auslauf und zur Futtergewinnung. Auf der restlichen Fläche betreiben wir Ackerbau.

Die Eier unserer rund 1.400 braunen und weißen Legehühner tragen für "Bio mit Gesicht" allesamt die Codenummer unseres Betriebes. Wir verkaufen sie in unserem Hofladen, auf dem örtlichen Wochenmarkt und über Bio-Läden in der Region.

Leben heißt Verantwortung tragen

Wir haben unseren Hof 1992 auf ökologischen Landbau umgestellt und wurden im gleichen Jahr Mitglied beim Naturland Verband. Leben heißt für uns: Verantwortung tragen, politisch sein, konsequent und zielgerichtet handeln. So war für uns die Umstellung unseres Betriebes auch eine politische Entscheidung. Auf konventionellen Betrieben wird Soja zur Eiweißergänzung an alle Tierarten verfüttert. Das Sojaschrot stammt überwiegend aus den armen Ländern Lateinamerikas. Nicht nur Regenwaldrodung und Monokulturen werden mit seiner Verfütterung aktiv unterstützt, sondern auch der große Energieverbrauch für den Transport. Außerdem ist der großflächige Soja-Anbau existenzbedrohend für alle Kleinbauern in diesen Ländern.

Wir verzichten deshalb bei der Fütterung unserer Legehennen auf Sojaschrot und ersetzen es durch Hülsenfrüchte mit hohem Eiweißgehalt (zum Beispiel Erbsen oder Lupinen), sowie durch Maiskleber und Kartoffeleiweiß. Die Hülsenfrüchte (Leguminosen) aus eigenem Anbau dienen neben ihrer Bedeutung als Futterpflanze gleichzeitig dem Boden als Stickstofflieferanten, denn sie können Stickstoff aus der Luft binden.

Öko-Bewirtschaftung auch für den Naturschutz

Ein großer Teil unserer Felder liegt im Wasserschutzgebiet. Die teilweise im Eigentum der Naturschutzstiftung befindlichen Grünlandflächen dürfen nur extensiv genutzt werden. Sie beherbergen eine artenreiche Vogelwelt, darunter Brachvogel und Kiebitz. Ein bewusster Umgang mit den Brutflächen der Vögel ist notwendig, um deren Schutz- und Nistplatzfunktion zu erhalten.

Die für unsere Region typischen kleinen Parzellen werden gesäumt von breiten Hecken, die das Landschaftsbild prägen. Auf unseren Betriebsflächen pflegen wir sie besonders, weil sie Wohnraum bieten für zahlreiche Nützlinge: Neben Vögeln sind dies zum Beispiel bestimmte Käfer und Schmetterlinge, die sich von Larven und Schnecken ernähren und dadurch Kulturpflanze und Erntegut vor Fraß schützen.

Die ökologische Bewirtschaftung nach den Richtlinien des Naturland Verbandes macht es möglich, dass die Stabilität des Ökosystems erhalten bleibt, indem die Belange des Naturschutzes geachtet und berücksichtigt werden. Ein gleichbleibend geringes Maß an Auswaschung von Stickstoff und anderen Nährstoffen aus dem Boden hat bei ökologisch bewirtschafteten Flächen oberste Priorität und ist die Voraussetzung für eine hohe Trinkwasserqualität.

Gemeinsam lernen und lehren

Unser Betrieb ist als Ausbildungsbetrieb anerkannt. Der Umgang mit unseren Praktikanten macht uns viel Spaß und bringt Abwechslung; außerdem schärft er auch die eigene Sicht auf den Betrieb.

Ich selbst erfahre und lerne viel durch meine Arbeit bei Naturland, wo ich mich mit Freude und Ausdauer ehrenamtlich für die Belange des Verbandes engagiere. In unserer Kirchengemeinde finde ich anschließend meine Ausgeglichenheit wieder…

Regelmäßig bieten wir auf unserem Hof Aktionen für Verbraucher an (zum Beispiel das Kartoffelfest und Feldrundgänge) und laden interessierte Schulklassen zur Hofbesichtigung ein.

Kontrolliert und zertifiziert: Unsere Produkte sind garantiert „öko“

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Hof wird auch mein Betrieb einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der mein Betrieb unter der Kontrollnummer D-NI-005-3607-ABD geführt wird.

Weitere Informationen:

Website des Naturland Verbandes

Unsere Spezialität: Rindersalami

In unserem Hofladen erhalten Sie ein gut sortiertes Naturkost-Angebot. Auch auf dem örtlichen Wochenmarkt stehen wir Rede und Antwort bei allen Fragen zu ökologisch erzeugten Lebensmitteln und Ernährung.

Aus eigener Erzeugung bieten wir an:

  • Rindfleisch (Belieferung frei Haus)
  • Eine große Auswahl verschiedener Kartoffelsorten (z.B. Linda, Laura (rot), Blauer Schwede)
  • Eier und Suppenhühner
  • Dinkel

Außer über den eigenen Hofladen und den regionalen Wochenmarkt vermarkten wir unsere Produkte auch über Bio-Läden und andere Öko-Betriebe in unserer Nähe.

Öffnungszeiten:

Dienstag und Freitag 10.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 18.30 Uhr
Tel.: 05921 723261

Sortiment:

In unserem Hofladen bieten wir neben unseren eigenen Produkten an:

  • ein Frischesortiment an Obst und Gemüse
  • Molkereiprodukte und Käse
  • Wurst vom bunten Bentheimer Schwein
  • Ökologisch erzeugten Wein und andere Getränke
  • Müsli und Trockenobst
  • Flocken, Getreide und Mehle
  • Brot und Backwaren

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