Betriebs-Porträt

Biohof Rosner

Betriebsleiter
Wolfgang Rosner baut Kartoffeln "mit Gesicht" an. Sein Betrieb liegt im oberpfälzischen Mitterteich.

Biohof Rosner
Wolfgang Rosner
Im Dorf 12
95666 Mitterteich Pleußen

09633 91361
09633 91362

wrosner(at)tirnet.de
www.biohof-rosner.de

Sehen wo's herkommt

 
 

Kartoffelanbau in "bayerisch-sibirischer" Gesundlage

Mitterteich liegt im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth. Unser Hof befindet sich etwas außerhalb des Ortsteils Pleußen, auf halber Strecke zwischen Mitterteich und Waldsassen in landschaftlich reizvoller Alleinlage. Er ist seit jeher in Familienbesitz und wird von mir, Wolfgang Rosner, geführt.

Auf unserem Betrieb bauen wir Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchte an. Außerdem halten wir eine Mutterkuhherde der Rasse Fleckvieh.

Die nördliche Oberpfalz wird als Stiftland und aufgrund ihres kontinental geprägten trockenen und kalten Klimas auch als "Bayerisch Sibirien" bezeichnet. Sie ist geologisch und klimatisch eher zur nahe gelegenen Tschechei zu rechnen. Tatsächlich befindet sich im Süden der Oberpfälzer Wald, im Südosten der Steinwald, im Westen das Fichtelgebirge und im Norden das Erzgebirge. Diese Abschirmung hat unter anderem zur Folge, dass es bei uns zuallerletzt oder gar nicht regnet.

Unsere Region ist eine traditionelle Gesundlage, insbesondere für den Kartoffelanbau. Früher wurden hier Kartoffeln vielerorts auch zur Vermehrung angebaut; die Mechanisierung und der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel hat jedoch die Wettbewerbsfähigkeit von Höfen, die ohne diese Hilfsmittel wirtschaften, beeinträchtigt.

Überzeugung und gegenseitige Motivation

Die Umstellung unseres Betriebes erfolgte im August 1994. Immer weniger Verbraucher akzeptieren, dass die in die Landwirtschaft fließenden Subventionen unter anderem für ertragssteigernde Chemikalien verwendet werden, die sich in den Nahrungsmitteln wiederfinden. Damit werden Überschüsse produziert, die zusätzliche volkswirtschaftliche und soziale Kosten verursachen.

Ich bin Sprecher der Bioland-Kreisgruppe Nördliche Oberpfalz.

Hohe Bodenfruchtbarkeit bringt gute Qualitäten hervor

Zu unserem Hof gehören 92 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, davon sind neun Hektar Grünland. 63 Hektar des Ackerlandes haben wir erst 2004 übernommen; seit 2007 sind diese Flächen nach Einhaltung der Umstellungsfrist als ökologisch anerkannt. Hinzu kommen noch zwei Hektar Wald, die ich ebenfalls bewirtschafte.

Unsere Kartoffeln sind überwiegend Lagerware, die wir in gleichbleibend hoher Qualität über das Jahr vermarkten. Als Spezialisten für den Kartoffelanbau probieren wir immer wieder neue, teilweise alte Sorten aus und lassen den Geschmack und die Kocheigenschaften von unserer Kundschaft ab Hof testen.

Die Böden in unserer Region sind zwar felsgründig und stark verschleißend (alte Verwitterungsböden, dadurch hoher Grobsand- und Tongehalt), das heißt ähnlich wie Schmirgelpaste. Dafür haben sie aber ein gutes Wasserhaltevermögen. Durch die vielen Steine lässt sich der Unterboden nicht bearbeiten; dennoch ist die Durchwurzelung gut. Die manchmal für optische Mängel im Kartoffelanbau verantwortliche Bodenbeschaffenheit und die Sommertrockenheit betrachte ich als eine unserer regionalen Herausforderungen; ebenso wie das in Hanglagen mit höherem Aufwand verbundene Roden der Kartoffeln.

Muttereigenschaften werden arttypisch gelebt

Die Muttertiere unserer Fleckviehherde werden nicht gemolken. Ihre Milch ist nur für die Kälber da. In artgerechter Haltung saugen die Kälber bis zu etwa einem dreiviertel Jahr bei ihren Müttern; gleichzeitig erhalten sie von Anfang an hochwertiges Raufutter, je nach Jahreszeit also frisches Gras, Heu, Stroh und Silage.

Das Futter stammt von unseren Wiesen und Kleegrasbeständen. Damit entwickelt sich ein gesundes robustes Rind mit einer hervorragenden Fleischqualität. Die Tiere werden im Laufstall mit eingestreuten Liegeboxen gehalten und haben das ganze Jahr über freien Auslauf nach draußen.

Öko-Kontrolle für all unsere Produkte

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Bioland-Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Bioland-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BY-006-41282-AD geführt wird.

Zusätzlich sind wir nach dem Qualitätssicherungsstandard GLOBALGAP (ehemals EurepGAP) zertifiziert, der insbesondere die Punkte Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz berücksichtigt.

Weitere Informationen:

  • <link http://www.bioland.de/ _blank linkext "öffnet in neuem Fenster">Website des Bioland-Verbandes</link>

Naturschutz auf dem Betrieb und Naturschönheiten in der Region

Die Schönheit unserer Landschaft zu erhalten, erfordert zum Beispiel eine intensive Pflege des Heckenbesatzes an den Feldrändern. Büsche und Hecken stellen einen Schutzraum für eine artenreiche Flora und Fauna dar. Die Ansiedlung einer Vielzahl von Insekten, Käfern, Spinnen und Vögeln - darunter auch Nützlinge, die im ökologischen Landbau eine wichtige Rolle spielen - kann durch unterstützende Maßnahmen beim Nestbau und mit dem Erhalt der Nahrungsgrundlagen gefördert werden.

Unser Wohnhaus verfügt über eine Holzheizung und eine thermische Solaranlage für Warmwasser. Eine Fotovoltaikanlage speist außerdem Strom ins öffentliche Netz ein.

Wir geben der Knolle unser "Gesicht"

Unsere hochwertigen Bio-Speisekartoffeln liefern wir für den regionalen und überregionalen Markt über Bioland an die Firma Remlinger Rüben. Bei einem Großteil davon handelt es sich um Lagerware, die exklusiv "mit Gesicht" in den Filialen von tegut... in Hessen, Thüringen, Bayern und Niedersachsen angeboten wird.

Etwa zwei Drittel unseres Getreides, darunter vor allem Weizen und Braugerste, bauen wir zur Saatgutvermehrung an. Wir verfügen über eine eigene Getreidelagerung und Aufbereitung, auch für Saatgut. Ebenfalls der Vermehrung dient der Anbau von Leguminosen (Bohnen, Erbsen) und Klee auf unserem Betrieb.

Mit unseren Erzeugnissen beliefern wir außerdem die Erzeugergemeinschaft Ökofranken und die Bioland Markt GmbH sowie weitere regionale Partner. Unser Rindfleisch liefern wir an die Kurhessische Fleischwaren Fabrik in Fulda. Einen Teil des Fleisches vermarkten wir außerdem direkt ab Hof.

Öffnungszeiten des Hofladens:

Freitag 9.00 bis 18.00 Uhr
Samstag 9.00 bis 12.00 Uhr

sowie nach telefonischer Vereinbarung

Sortiment:

  • Kartoffeln (Sorten: Nicola, Ditta, Jelly und andere) ganzjährig
  • Rindfleisch - bitte vorbestellen

Sie erhalten bei uns Kartoffeln mit hervorragenden Geschmackseigenschaften in den gängigen Kochtypen vorwiegend festkochend und festkochend. Durch unser Kartoffellager können wir unseren Kunden das ganze Jahr über frische Ware in haushaltsgerechten Mengen anbieten.

Alle sechs bis acht Wochen wird ein ausgewachsenes Jungrind geschlachtet, dessen Fleisch bei unserem Hausmetzger unter optimalen Bedingungen reift. Nach dem Zerlegen wird das Fleisch innerhalb weniger Stunden nach Vorbestellung abgepackt und an unsere Kunden abgegeben.

Bei Interesse erfragen Sie bitte telefonisch den nächsten Verkaufstermin und stimmen Sie Ihre Wünsche mit uns ab.

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