Betriebs-Porträt

Demeterhof Stockner

Frau auf Salatfeld
Gemeinsam mit ihrem Mann Josef und den beiden Söhnen baut Waltraud Stockner (Bild) Gemüse "mit Gesicht" an.

Demeterhof Stockner GmbH & Co KG
Waltraud, Alexander und Johann Stockner
Enzerweis 23
94428 Eichendorf

09952 90200
09952 90201

info(at)demeterhof-stockner.de
www.demeterhof-stockner.de

Sehen wo's herkommt

 
 

Gemüse "mit Gesicht" aus Überzeugung

Der Demeter-Hof von Familie Stockner im niederbayerischen Eichendorf liegt im Vilstal, einem Seitental der Donau. Das sanfte Tal der Vils zeichnet sich besonders durch seine fruchtbaren Böden aus.  Die Betriebsflächen der Stockners liegen direkt im Flusstal der Vils sowie im tertiären Hügelland, einer vor Millionen von Jahren maßgeblich geprägten Landschaft. Hier bauen die Stockners Gemüse "mit Gesicht" an.

"Hinzu kommen gute klimatische Bedingungen für das Wachstum der Pflanzen", sagt Waltraud Stockner. Gemeinsam mit ihren Söhnen Alexander und Johann leitet sie den Betrieb und erläutert, welche große Rolle das Wetter auch während der Erntezeit spielt: "Wenn die Böden zu nass sind, hilft die modernste Technik nicht. Dann müssen die Erntemaschinen warten. Glücklicherweise trifft bei uns der optimale Erntezeitpunkt meist auf gutes Wetter".

Sohn Johann hat die Verwaltung des Familienbetriebes übernommen. Der Hof wurde bereits Ende der achtziger Jahre auf die ökologische Wirtschaftsweise umgestellt. "Wir haben aus Überzeugung umgestellt", so Waltraud Stockner. "Unsere Söhne waren damals noch klein; unsere Zukunftspläne und Werteorientierung gingen etwa zeitgleich mit der Familiengründung einher." Seit 1989 ist der Hof als Demeter-Betrieb anerkannt.

Wachstum unter besten Bedingungen

Die zum Betrieb gehörende landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt etwa 95 Hektar; davon sind knapp eineinhalb Hektar Grünland. Auf 70 Hektar baut Familie Stockner biologisch-dynamisches Gemüse an. Hinzu kommen rund zwölf Hektar Wald.

Das Besondere: Das Gemüse wird im Freiland angebaut. "Dies ist aufgrund des Klimas möglich", erklärt Waltraud Stockner, und nennt die Gemüsearten, auf die ein Schwerpunkt gesetzt wird: "Besonders Sonderkulturen wie Salate, Lauch, Fenchel, Rote Bete und Radies gedeihen bei uns besonders gut." Natürlich macht sich das auch geschmacklich bemerkbar. Für den Anbau der Tomaten haben die Stockners ein 3.200 Quadratmeter großes "kaltes" Folienhaus angeschafft.

Die Fruchtfolge spielt dabei - wie auf allen ökologisch wirtschaftenden Höfen - eine wichtige Rolle. Sie beschreibt  die Reihenfolge der Nutzpflanzenarten, die im Ablauf der Vegetationsperiode und der Jahre angebaut werden. Die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit wird wesentlich durch die Fruchtfolge beeinflusst. "Wir achten daher beim Anbau auf den Wechsel von Früchten, die dem Boden hauptsächlich Nähr- und Mineralstoffe entziehen und solchen, die zur Wiederherstellung des Nährstoffgleichgewichts im Boden beitragen. Das erreichen wir zum Beispiel, indem wir Ernterückstände einarbeiten."

Gesundheit für Boden und Pflanze

Durch ackerbauliche Maßnahmen wird der Boden durchlüftet. Dies hat ein reges Bodenleben zur Folge und verbessert die Wasserführung im Boden. Auch die Verfügbarkeit im Boden enthaltener Nährstoffe wird durch eine sinnvolle Bodenbearbeitung erhöht und fördert so die Bodenfruchtbarkeit. Nicht zuletzt mildert der mitunter häufige Einsatz der Handhacke den Unkrautdruck.

Auf Demeter-Betrieben wie dem der Familie Stockner trägt zusätzlich die Anwendung von Präparaten zur Gesundheit von Boden und Pflanze bei. "Um das Bodenleben, das Wachstum und die Qualität der Pflanzen zu fördern, setzen wir biologisch-dynamische Präparate ein", erläutert die Betriebsleiterin. Der Hof von Familie Stockner ist ein reiner Gartenbaubetrieb. "Auf Höfen ohne Tierhaltung ist ihr Einsatz umso bedeutungsvoller. Die Tierhaltung dient ja unter anderem der Rückführung von Nährstoffen an den Boden über den Dung der Tiere. Bei der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung ist eine Tierhaltung daher die Regel; einzig Gartenbaubetriebe wie unser Hof bilden hier eine Ausnahme."

Je nach Anwendungsgebiet gibt es verschiedene Gruppen von Präparaten: Feld- oder Spritzpräparate (Hornkiesel und Hornmist), Düngerzusatzpräparate (Schafgarben-, Kamillen-, Brennnessel-, Eichenrinde-, Löwenzahn- und Baldrianpräparat), Spezialpräparate wie Schachtelhalm-Kochung und die sogenannten Aschenpräparate zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung. Die Präparate werden aus tierischen Hüllen und Schafgarbe, Löwenzahn, Kamille, Brennessel, Eichenrinde, Baldrian, Kuhmist oder Quarz hergestellt. Sie werden in Wasser eingerührt (dynamisiert) und anschließend auf den Feldern ausgebracht.

Kontrolle und Transparenz: Unsere Produkte sind garantiert "öko"

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Demeter-Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Demeter-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BY-037-10286-A geführt wird.

Zusätzlich sind wir nach dem Qualitätssicherungsstandard GLOBALGAP (ehemals EurepGAP) zertifiziert, der insbesondere die Punkte Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz berücksichtigt.

Weitere Informationen:

Website des Demeter-Verbandes

Große Gemüseauswahl "mit Gesicht"

Der Hof der Familie Stockner ist Gesellschafter der Liefergemeinschaft Bio-Gemüse, einem Logistikunternehmen, der den Transport für die Gesellschafter (Erzeuger der Region) organisiert. Das vielseitige Gemüsesortiment der Stockners wird über Tegut-Filialen und an den Naturkost-Großhandel vermarktet.

Außerdem können sich Endverbraucher mit Abo-Kisten beliefern lassen. Das jahreszeitlich bedingt wechselnde Angebot umfasst unter anderem Kohlgemüse, Salate, Rote Bete, Radies, Fenchel und Lauch.

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