Betriebs-Porträt

Biolandhof Waas

Frau vor Sonnenblumenfeld
Monika Waas bewirtschaftet mit ihrem Mann Rudolf einen Gemüsebaubetrieb im bayerischen Landau.

Biolandhof Waas
Monika und Rudolf Waas
Am Isarberg 24
94405 Landau-Zeholfing

09951 1634
09951 2889

Sehen wo's herkommt

 
 

Vielfalt im Gemüseanbau

Gemeinsam mit meiner Frau Monika und fünf festen Mitarbeitern bewirtschafte ich, Rudolf Waas, einen Bioland-Hof in Niederbayern. Monika ist für den Verkauf und alle anfallenden Büroarbeiten zuständig. Hermann Lenz und ich kümmern uns um die Pflege der Flächen und den Anbau. Unser Dorf liegt direkt an den Steilufern der Isar. Zeholfing, einer der 31 Ortsteile von Landau an der Isar, ist wegen seiner großen Kirschgärten überregional bekannt. Bis in die 1950er-Jahre war das Dorfleben geprägt von Landwirtschaft und Handwerk.

Unsere Betriebsflächen liegen zum Teil im Schwemmlandgebiet der Isar sowie im tertiären Hügelland. Hier, zwischen Bayerischem Wald und Alpen herrrscht ein für Bayern verhältnismäßig warmes und fruchtbares Kleinklima. Die Böden weisen unterschiedliche Qualitäten auf. Durch eine sinnvolle Humuswirtschaft, die den ökologischen Anbau unterstützt, kommen wir gut zurecht.

Wir bauen Kohlrabi, Rettich, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Sellerie und Kohl an, außerdem Hokkaido-Kürbis. Unsere Gewächshausfläche umfasst über 7.000 Quadratmeter. Hier versorgen Urszula Kasprzak und Annett Ecker-Schönfeld Gemüse und Jungpflanzen.

Meine Vision für den ökologischen Landbau ist, dass möglichst viele Landwirte auf den ökologischen Anbau umstellen und dass die Verbraucher den Wert unserer Nahrung anerkennen. Wir hoffen, bei den Verbrauchern das Vertrauen in unsere Produkte zu stärken.

Fruchtbarer Boden - die Basis für hochwertiges Gemüse

Aufgrund unserer Erfolge im Gemüseanbau hat sich der Betrieb bis zu seiner heutigen Ausprägung stets dynamisch entwickelt. Er umfasst 56 Hektar; davon nutzen wir rund zwei Drittel für den Gemüsebau und ein Drittel für den Anbau von Leguminosen sowie Getreide.

Auf einem Großteil der Flächen bauen wir zwischen Ernte und Aussaat der Gemüsekulturen sogenannte Zwischenfrüchte an, zum Beispiel Sonnenblumen. Ihr Anbau dient der Regeneration des Bodens, denn der Anbau unterschiedlicher Pflanzen auf derselben Fläche führt zu einem differenzierten Auf- und Abbau der im Boden enthaltenen Nähr- und Mineralstoffe. Dadurch bleiben diese langfristig erhalten. Durch den Anbau von Hülsenfrüchten (Leguminosen) als Zwischenfrucht wird dem Boden auf natürliche Weise Stickstoff zugeführt, den diese Pflanzen aus der Luft binden können. Wir beziehen außerdem Mist zur Düngung unserer Flächen von einem Nachbarbetrieb, der ebenfalls ökologisch wirtschaftet.

Im ökologischen Landbau steht das Vorbeugen im Vordergrund, nicht das Bekämpfen von Schaderregern und Krankheiten. Standort- und Sortenwahl, Bodenbearbeitung, Fruchtwechsel und Düngung spielen eine umso größere Rolle, da im Öko-Anbau keine chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmittel und leicht lösliche Dünger eingesetzt werden dürfen. Umstände, die die Schadorganismen begünstigen, müssen vermieden werden. Stattdessen sind wir bemüht, dass die Widerstandskraft der Pflanzen gestärkt wird.

Warum wir ökologisch arbeiten

Mein Großvater hat den Betrieb in den 1930er-Jahren zur Selbstversorgung gegründet. Später vergrößerte ihn mein Vater zum Vollerwerbsbetrieb, indem Tierhaltung und Ackerbau ausgebaut wurden. Dann, in den Siebzigerjahren begannen meine Eltern mit dem Gemüsebau. Nach einer Landwirtschaftslehre stieg ich 1977 in den Betrieb ein.

In den darauffolgenden Jahren erlebte ich einen steten Anstieg der Aufwandmengen für chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht löslichen Dünger. Für mich war klar, dass es so nicht weitergehen konnte. In 1986 nahm ich daher an einem Kurs zur Umstellung auf den ökologischen Landbau teil und stellte zu Hause die ersten Flächen um.

Seit 1988 ist der gesamte Betrieb umgestellt, und ich bin Mitglied im Bioland-Verband.

Der ökologische Landbau ist meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit, unsere Böden über Generationen hinweg fruchtbar zu erhalten. Über die Nahrungskette gefährdet der langfristige Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft die Gesundheit von uns allen. Für die zukünftigen Generationen wird die Biodiversität unseres Lebensraums daher von existenzieller Bedeutung sein.

Öko-Kontrollen machen die Erzeugung transparent

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Bioland-Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Bioland-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BY-006-18339-A geführt wird.

Zusätzlich sind wir nach dem Qualitätssicherungsstandard GLOBALGAP (ehemals EurepGAP) zertifiziert, der insbesondere die Punkte Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz berücksichtigt.

Weitere Informationen:

Website des Bioland-Verbandes

Kohlrabi "mit Gesicht" und noch viel mehr Bio-Gemüse

Unseren Kohlrabi vermarkten wir an die Lebensmittelkette tegut.... In den tegut...-Filialen in Hessen, Thüringen, Bayern und Niedersachsen finden Sie unseren Kohlrabi "mit Gesicht".

Auch Händler und Anbieter von Abokisten im süddeutschen Raum beziehen ihr Frischgemüse von uns. Um die Natur zu schonen und die Kosten so gering wie möglich zu halten, transportieren wir unsere Produkte zusammen mit den Kollegen aus einer Liefergemeinschaft.

Hofführungen

Gerne öffnen wir unseren Betrieb für Besuchergruppen; nehmen Sie zur Terminabsprache bitte Kontakt mit uns auf. Wir haben keine Direktvermarktung.

Bio vor Ort