Betriebs-Porträt

Naturlandhof Heuer

Betriebsleiterehepaar mit Kindern
Heike Küster und Hans-Hinrich Heuer bewirtschaften einen Naturland Hof im niedersächsischen Landkreis Gifhorn. Sie halten Legehennen und haben sich auf Kartoffelanbau spezialisiert.

Naturlandhof Heuer
Heike Küster und Hans-Hinrich Heuer
Langlinger Straße 1
38536 Böckelse

05082 788
05082 912001

Sehen wo's herkommt

 

Unsere kleine Farm

Grenzenlos geht die flache Landschaft Niedersachsens in unser idyllisch gelegenes Dorf über. Hier im Landkreis Gifhorn bildet der Ort Böckelse eine sattgrüne Oase mit stark landwirtschaftlicher Prägung und regem Vereinsleben. Mein Mann Hans-Hinrich setzt die lange Reihe der Ahnen fort, die seit 1367 traditionell den landwirtschaftlichen Betrieb am Ortsrand weiterführen. Mit unseren fünf Kindern sind mein Mann und ich, Heike Küster, sieben der weniger als 200 Einwohner der Dorfgemeinschaft.

Tradition hat bei uns auch die Schafhaltung. Inzwischen weidet auf den Flächen rund um unseren Hof aber nur noch eine kleine Herde. Nach der Umstellung auf den ökologischen Landbau hat sich für uns neben dem Kartoffelanbau die Hühnerhaltung als Betriebsschwerpunkt herauskristallisiert. Immer wieder werden wir auf den guten Geschmack unserer Eier und Kartoffeln angesprochen. Natürlich haben Qualität und Geschmack mit der ökologischen Herkunft zu tun.

Hans-Hinrich übernahm den damals konventionell betriebenen Hof im Jahr 1991. Sieben Jahre später wurden wir Eltern und begannen ungefähr zeitgleich mit der Umstellung auf ökologischen Landbau. Seit dem Jahr 2000 sind wir anerkannter Öko-Betrieb. Mit der ökologischen Bewirtschaftung nach Naturland Richtlinien haben wir die Fruchtbarkeit der Böden gesteigert. Auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel verzichten wir nicht nur, weil er im Öko-Landbau verboten ist. Vielmehr zeigen sich die Pflanzen in einem stabilen ökologischen Gleichgewicht widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Dass wir weder das Saatgut noch unsere Felder chemisch behandeln, gibt mir auch bezüglich unserer Kinder ein sicheres Gefühl. Im Spiel erkunden sie jeden Winkel rund um den Hof.

Hohe Frauenquote, viel Gegacker

In eigenen kleinen Feldversuchen probieren wir seit Jahren verschiedene Kartoffelsorten aus, aber auch Zwischenfrüchte und Anbauverfahren, die beispielsweise beim Reihenabstand variieren. Auf unseren besten Standorten bauen wir eine Vielfalt der schmackhaftesten Sorten an, darunter Laura, Linda, Annabelle, Nicola und Charlotte.

Rund 3.000 Hühner halten wir in kleineren Gruppen auf unserem Hof. Die Küken haben bereits ein Alter von 18 Wochen erreicht, wenn wir sie von den ökologisch wirtschaftenden Aufzuchtbetrieben bekommen. Schon nach kurzer Eingewöhnungszeit nutzen die Jungtiere den Auslauf in den Wintergarten, der an den Stall angrenzt und zum Picken und Sandbaden einlädt.

Etwa zwei Wochen später, mit 20 Wochen, legen die Junghennen ihr erstes Ei. Als Futter für unsere Hennen verwenden wir hauptsächlich hofeigene Kulturen. Dazu werden Weizen, Triticale, Ackerbohnen und Lupinen verschrotet. Von einer ökologischen Futtermühle beziehen wir ergänzend eine eiweißreiche Spezialmischung.

Naturschutz lockt Falke und Schleiereule

Wir wirtschaften ökologisch, weil uns das ein sicheres Gefühl gibt. Das ist umweltschonend und nachhaltig. Der Wechsel der Ackerkulturen begrenzt Schädlinge durch verschiedene Gegenspieler auf natürliche Art und Weise. Der Anbau von Kleegras, Ackerbohnen und anderen Leguminosen (Hülsenfrüchte) führt Nährstoffe an den Boden zurück, die ihm mit der Ernte der Hauptfrüchte (Getreide, Kartoffeln) verloren gehen.

Seit mittlerweile 60 Jahren nisten Schleiereulen an der Nordseite unseres ehemaligen Kuhstalls. Erstmals in 2011 fanden wir außerdem an der Südseite ein Nest mit fünf Jungfalken. Dichte Feldraine, kleine und größere Gehölze säumen die Wege und Felder rund um unseren Hof. Als passionierter Schäfer und Gärtner, der er eigentlich werden wollte, pflanzte mein Schwiegervater zahlreiche Hecken und Bäume und gab damit dem Rotmilan, der seit vielen Jahren schon über unserer Hofstelle kreist, ebenso eine Heimat wie Insekten und anderen Kleintieren, die hier Schutz und Nistplatz finden.

Transparenz und Klarheit bei der Herkunft ökologischer Erzeugnisse und deren politische Umsetzung sowie ein dadurch begründetes Vertrauen der Verbraucher in Bio-Produkte ist meine Vision für die Zukunft des ökologischen Landbaus.

Garantiert ökologisch erzeugte Produkte

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer DE-NI-024-02753-AB geführt wird.

Weitere Informationen:

  • <link http://www.naturland.de/ _blank linkext "öffnet in neuem Fenster">Website des Naturland Verbandes</link>

Kartoffeln und Eier mit "Gesicht"

Unsere Kartoffeln und Eier liefern wir an die Marktgesellschaft mbH der Naturland Betriebe, eine Vermarktungsinitiative von Naturland Landwirten. Sie übernimmt die überregionale Vermarktung unserer Erzeugnisse und bringt sie "mit Gesicht" in den Handel.

Unsere Produkte liefern wir außerdem an Bio-Läden, Bäckereien und den regionalen Einzelhandel.

Direktvermarktung

Kartoffeln unterschiedlicher Sorten

Hofführungen

nach telefonischer Vereinbarung

Bio vor Ort