Dem Braumeister über die Schulter geschaut

Dem Braumeister über die Schulter geschaut

Zur Herstellung von Bier wird zunächst das Getreide in Wasser höchster Güte - das heißt möglichst ohne nachweisbaren Nitratgehalt – eingeweicht. Viele Öko-Brauereien schöpfen ihr Brauwasser aus einem eigenen Brunnen. So ist gewährleistet, dass die Herkunft aller für die Öko-Biere nötigen Zutaten transparent und nachvollziehbar ist.

Das Einweichen setzt einen vor dem Brauvorgang erforderlichen Keimungsprozess in Gang, das Mälzen (Malzbereitung). Der Prozess wird mit dem Darren (Trocknen) beendet. Nun wird das Malz geschrotet und mit Wasser versetzt. Nach dem Erhitzen wird die entstandene Maische gefiltert. Sind die Feststoffe abgefiltert, erhält man die Würze, die mit Hopfen gekocht und anschließend erkaltet mit Bierhefe versetzt wird. Dieser Vorgang bezeichnet den eigentlichen Brauvorgang, das Würzekochen. Daran schließt sich die üblicherweise fünf bis acht Tage dauernde alkoholische Gärung an. Die Kohlensäure bildet sich bei der Nachgärung in Lagertanks.

Viele Öko-Brauereien bieten ihren Kunden unfiltrierte und naturtrübe Biere an. Sie verzichten bewusst auf das Filtrieren und Pasteurisieren (Erwärmen) ihrer Bierspezialitäten. Durch den besonders schonenden Brauprozess bleiben wertvolle Inhaltsstoffe wie Eiweiße, Vitamine und Ballaststoffe im Bier erhalten. Die Verwendung von Stabilisierungsmitteln oder die Haltbarkeit verlängernden Zusätzen ist verboten.

Blick in den Läuterbottich

Da scheiden sich die Brau-Meister: Trennung der Warenläufe für Bio- und konventionelle Zutaten

Produziert eine konventionell arbeitende Brauerei eine „Öko-Linie“, können Sie sich darauf verlassen: Die gesamte Herstellungskette vom Bio-Bauern bis zum Verkauf erfolgt klar getrennt von der konventionellen Herstellung. Das wird regelmäßig durch eine amtlich zugelassene Kontrollstelle überprüft.