Entdecken Sie Öko-Bier: Prost!

Entdecken Sie Öko-Bier: Prost!

Öko-Bier ist noch kein Massenprodukt. Es lohnt sich, die Bio-Bier-Spezialitäten näher kennen zu lernen. In Öko-Qualität sind alle üblichen Biersorten erhältlich: Pilsener, Weizenbier, auch alkoholfreie Biersorten und Malzbier. Viele Biere werden nach traditionellen Rezepturen mit Rohstoffen aus der näheren Umgebung gebraut – so lässt sich die Region auf genussvolle Weise entdecken! Innovative Bierspezialitäten mit Urgetreidesorten wie Dinkel, Emmer oder Einkorn bereichern die Palette mit besonderen Geschmacksnoten.

Blick in den Bierbottich

Kleine Sortenkunde

In der Regel wird zwischen zwei Bierarten unterschieden: den unter- und den obergärigen Bieren. Ob ein Bier obergärig oder untergärig ist, wird durch die verwendete Hefe bestimmt. Sie entscheidet über den Biertyp. Bei untergärigen Bieren lagern sich die Hefen nach dem Hauptgärungsprozess am Boden ab. Bei den obergärigen Bieren steigen die Hefen dagegen an die Oberfläche. Das Pils beispielsweise, das meistgetrunkene Bier Deutschlands, ist ein untergäriges Vollbier.

Die Gärung und Lagerung der untergärigen Biere bei niedrigeren Temperaturen bremst die Hefe-Aktivität und bewirkt eine längere Haltbarkeit dieses Biertyps - er wurde nach dem deutschen Wort "Lager" entsprechend dieses Umstandes benannt. Untergäriges Bier darf nur Gerstenmalz, Hopfen und Wasser enthalten, obergärige Biere hingegen auch Malze aus anderen Getreidearten, z.B. vermälzten Brauweizen. Für konventionelle Biere gilt, dass außerhalb Bayerns neben Zucker außerdem gesetzlich festgelegte Stoffe, z.B. Farbmittel, verwendet werden dürfen. Diese Zusätze sind für Öko-Biere - egal aus welcher Region Deutschlands sie stammen - verboten.

Wo gibt es Bio-Bier?

Sie erhalten Öko-Biere vor allem in Naturkostfachgeschäften oder in Bio-Restaurants und Hotels mit ökologischer Gastronomie. Aber auch immer mehr konventionelle Getränkemärkte führen Öko-Biere regionaler und größerer überregionaler Brauereien. Mancherorts ist noch Nachfragen angesagt - und die Nachfrage bestimmt schließlich das Angebot.

Öko-Biere sind auf dem Flaschenetikett als solche gekennzeichnet. Das staatliche sechseckige Bio-Siegel sowie das Warenzeichen einer der Öko-Anbauverbände (z.B. Naturland, Bioland, Demeter) garantieren, dass die Herstellung des Öko-Bieres gemäß den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung und ggf. gemäß den Verbandsrichtlinien erfolgte.