Freche Früchtchen für frischen Wein

Freche Früchtchen für frischen Wein

Wein kann man nicht nur aus Weinbeeren gewinnen. Auch aus anderen Früchten entstehen köstliche „Wein“-Varianten: Obst- oder Fruchtweine werden durch einen Gärprozess aus unterschiedlichsten Früchten hergestellt. In Deutschland sind Weine aus Äpfeln, verschiedenen Beerensorten, Holunder und Kirschen üblich. Der Alkoholgehalt von Obstwein kann bis zu 15 Vol-% betragen.

Von der „Maische“ zum fruchtigen Trinkgenuss

Für die Herstellung wird aus dem reif geernteten, zuckerreichen Obst eine Maische (Obstbrei) hergestellt und diese unter Zugabe von Hefekulturen zum Gären gebracht. Im Gärprozess wird der in der Maische enthaltene Zucker durch die Hefepilze in Kohlendioxid und Alkohol aufgespalten. Wenn eine Alkoholkonzentration von etwa 12 Vol-% erreicht ist, verlangsamt sich der Gärprozess, bis er schließlich bei bis zu 15 Vol-% ganz zum Erliegen kommt. Nachdem der Obstwein einige Zeit geruht hat, klärt sich die Flüssigkeit und der Obstwein kann von der Hefe trinkfertig „abgezogen“ werden.

Cidre: Apfelwein „à la française“

Ursprünglich stammt der berühmte prickelnde Apfelwein „Cidre“ von den ausgedehnten Streuobstwiesen der Normandie – inzwischen wir er auch in Deutschland hergestellt. Für das erfrischende Getränk werden verschiedene Apfelsorten zusammen vergoren; die Vielfalt bestimmt den Geschmack. Cidre steht dunkelgelb bis braun, stark perlend im Glas und schmeckt sehr aromatisch. Er enthält je nach Sorte etwa zwei bis vier Prozent Alkohol. Die Franzosen schätzen Cidre als Durstlöscher gut gekühlt an heißen Tagen.

Zwei Frauen probieren Honigwein